Deutschland

BMW prüft Energieinvestitionen, um die Abhängigkeit von Erdgas zu verringern

BERLIN, 23. Mai (Reuters) – (Dieser Artikel vom 23. Mai wird mit Zitat in Absatz 4 erneut abgelegt, um die Korrektur widerzuspiegeln, die besagt, dass sich 37 % auf den Gasverbrauch der gesamten Industrie beziehen, nicht nur der Autoindustrie.)

BMW (BMWG.DE) prüft neue Investitionen in Solar-, Geothermie- und Wasserstoffenergie, um seine Abhängigkeit von Erdgas zu verringern, sagte der Produktionsleiter des Autoherstellers am Montag gegenüber Reuters und warnte davor, dass ein Embargo für russisches Gas die Industrie zum Erliegen bringen würde.

Der Autohersteller, der 2021 für 54 % seines Energieverbrauchs auf Erdgas angewiesen war, prüft, wo er seine Werke mit Solarmodulen ausstatten kann, und entwickelt mit den lokalen Behörden Pläne, um Wasserstoff zu seinem Werk in Leipzig, Deutschland, zu transportieren.

„Wasserstoff ist sehr gut geeignet, um den Gasbedarf zu senken oder sogar vollständig zu kompensieren“, sagte Milan Nedeljkovic.

„Rund 37 Prozent des deutschen Erdgasverbrauchs entfallen auf die Industrie“, sagte er auf die Frage, was bei einem Stopp der Gaslieferungen aus Russland mit den BMW-Werken passieren würde. „Nicht nur BMW, sondern die gesamte Autobranche würde zum Stillstand kommen.“

Die Pläne von BMW spiegeln umfassendere Vorbereitungen wider, die in der deutschen Industrie im Gange sind, um von russischem Gas wegzukommen und ein System zur Rationierung verfügbarer Vorräte im Falle eines plötzlichen Lieferstopps zu entwickeln.

Außerhalb Deutschlands wird ein neues Werk in Debrecen, Ungarn, das laut BMW die weltweit erste Autofabrik sein wird, die vollständig ohne fossile Brennstoffe betrieben wird, stark auf Solarenergie setzen, sagte Nedelkjovic und fügte hinzu, dass der Autohersteller auch die Nutzung von Geothermie in Betracht ziehe.

Geothermie ist stabiler als wetterabhängige erneuerbare Energien, hat aber kein Wachstum oder Investitionen gesehen, die mit Wind oder Sonne vergleichbar sind, was teilweise auf hohe Vorabkosten und komplexe Genehmigungsverfahren für Bohrungen zurückzuführen ist.

Angesprochen auf das Potenzial der Kernenergie, die rund die Hälfte der ungarischen Energieversorgung ausmacht, in Deutschland aber ausläuft, sagte Nedeljkovic: „Die Kernenergie kann gerade in diesen volatilen Zeiten ein stabilisierender Faktor sein. Für unsere eigene Produktion sind wir darauf angewiesen regenerative Energiequellen.“

Berichterstattung von Victoria Waldersee; Bearbeitung von Jason Neely

Bild & Quelle: Reuters

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