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Deutschland will klarere EU-Schuldenregeln, um die Ausgaben einzudämmen

BERLIN, 5. August (Reuters) – Deutschland möchte, dass die Regeln der Europäischen Union zu den Schulden der Mitgliedsstaaten rigoroser durchgesetzt werden, sagten Regierungsquellen am Freitag und legten die von Berlin angestrebten Reformen dar.

Die Regeln müssten klarer definiert werden, anstatt unerreichbare und interpretierbare Ziele zu setzen, sagte eine Regierungsquelle in Berlin.

Ziel sei es, die während der Coronavirus-Pandemie stark gestiegenen Defizite zu reduzieren und gleichzeitig Puffer zum Schutz vor künftigen Krisen aufzubauen, sagte die Quelle und fügte hinzu: „Schulden können nicht die Lösung aller Probleme sein“.

Die Bundesregierung strebt eine führende Rolle in den Diskussionen über eine Reform der Schuldenregeln des 27-köpfigen Blocks an und verweist auf Empfehlungen des Internationalen Währungsfonds, der OECD und der Europäischen Kommission, die Ausgaben zu drosseln.

Die bestehenden EU-Regeln begrenzen die Neuverschuldung auf 3 % der Wirtschaftsleistung und die Gesamtverschuldung auf 60 %, diese bleiben aber wegen der Pandemie ausgesetzt.

Finanzminister Christian Lindner sagte, die EU-Mitgliedstaaten sollten ihr jährliches strukturelles Defizit grundsätzlich unter 0,5 % der Wirtschaftsleistung halten oder sich zumindest diesem Ziel annähern.

„Mein Vorschlag … zielt darauf ab, diese mittelfristigen Haushaltsziele verbindlich zu machen“, sagte er gegenüber dem Handelsblatt vom Donnerstag.

Ein bei Reuters eingesehenes Dokument, das die Vorschläge Berlins zusammenfasst, betonte auch die Bedeutung fortgesetzter Investitionen für Wachstums- und Klimaziele, sagte jedoch, dies mache es umso notwendiger, den Zustand der öffentlichen Finanzen zu verbessern.

Berichterstattung von Christian Kraemer Schreiben von Rachel More Redaktion von Matthias Williams und Frances Kerry

Bild & Quelle: Reuters

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