Europa

Morgengebot: Unaufhaltsamer Dollar

Ein Blick auf den kommenden Tag auf europäischen und globalen Märkten von Anshuman Daga

Uneinigkeit über Zinserhöhungen ist erkennbar.

Zwei politische Entscheidungsträger der EZB äußerten unterschiedliche Ansichten über das Ausmaß zukünftiger Zinserhöhungen und deuteten auf einige Meinungsverschiedenheiten darüber hin, ob die beispiellose Erhöhung um 75 Basispunkte von letzter Woche wiederholt werden sollte.

Die Angst der Anleger über die Risiken einer Wachstumsverlangsamung ist offensichtlich.

Die Renditekurve deutscher Anleihen kehrte sich am Donnerstag kurzzeitig um, während die Renditen deutscher Anleihen mit 1,539 % neue 11-Jahres-Höchststände erreichten.

Aber den mächtigen Dollar, der in diesem Jahr bereits um 15 % gegenüber einem Korb von Währungen gestiegen ist, scheint wenig zu stoppen. Fed-Fonds-Futures deuten nun auf eine 25-prozentige Chance auf eine Erhöhung um 100 Basispunkte bei der Sitzung nächste Woche hin.

Das unterstützt die Dollar-Bullen, die den Euro und den Yen bereits auf Zwei-Jahrzehnt-Tiefs und das Pfund Sterling auf den schwächsten Stand seit fast 40 Jahren getrieben haben.

Über Nacht brachte die Weltbank düstere Nachrichten.

Es warnte davor, dass die Welt auf eine globale Rezession zusteuern könnte, da die Zentralbanken auf der ganzen Welt gleichzeitig die Zinsen erhöhen, um die anhaltende Inflation zu bekämpfen.

Während die Fed-Sitzung nächste Woche das größte Ereignis für die Finanzmärkte sein wird, wird der regionale Fokus auch auf den erwarteten Erhöhungen der Bank of England und der Bank of Japan liegen.

Am Freitag gaben die asiatischen Aktien aufgrund der schwachen Konjunktureinschätzungen nach, obwohl Daten eine überraschende Widerstandsfähigkeit der chinesischen Wirtschaft zeigten, da die Fabrikproduktion schneller als erwartet wuchs und die Einzelhandelspreise so schnell anstiegen wie seit sechs Monaten nicht mehr.

Anleger scheinen sich mehr Sorgen über einen sich vertiefenden Immobilieneinbruch in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt zu machen.

Unterdessen hat ein Countdown für einen der möglicherweise größten Börsengänge der Welt begonnen. Quellen sagten, der Aufsichtsrat von Volkswagen (VOWG_p.DE) werde sich am Sonntag treffen, um den Börsengang der Marke Porsche voranzutreiben.

Dollar zoomt höher

Wichtige Entwicklungen, die die Märkte am Freitag beeinflussen könnten:

Wirtschaftsdaten: Eurozone Aug final CPI

Redner bei Veranstaltungen: EZB-Präsidentin Christine Lagarde und Gouverneur der Bank of France Francois Villeroy de Galhau; EZB-Chefvolkswirt Philip Lane

Index der US-Universität von Michigan

Berichterstattung von Anshuman Daga

Bild & Quelle: Reuters

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