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Wohnungseinbruch, Wirtschaftsangst lässt Verbrauchervertrauen in Kanada sinken

(Bloomberg) — Das kanadische Verbrauchervertrauen ist angesichts wachsender Besorgnis über die Weltwirtschaft erneut auf nahezu Rekordtiefs gefallen.

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Der Bloomberg Nanos Canadian Confidence Index, ein auf wöchentlichen Umfragen basierendes Stimmungsmaß, ging die fünfte Woche in Folge zurück und erreichte einige der schwächsten Werte, die jemals außerhalb der letzten beiden Wirtschaftskrisen erreicht wurden.

Seit der Einführung des Index im Jahr 2008 waren die Kanadier selten so pessimistisch in Bezug auf die Wirtschaft. Die Hälfte der Kanadier erwartet, dass sich die Wirtschaft in den nächsten Monaten abschwächen wird, wobei nur 14 % eine stärkere Wirtschaft erwarten.

Die Talfahrt hat eine Mini-Stimmungserholung im August fast vollständig ausgelöscht und deutet darauf hin, dass die Haushalte unter dem Gewicht steigender Verbraucherpreise, höherer Kreditkosten, einer Immobilienkorrektur, einbrechender Aktienmärkte und zunehmender Rezessionsrede einknicken.

Die schlechte Stimmung lässt Zweifel aufkommen, ob die kanadischen Konsumausgaben weiterhin die wirtschaftliche Expansion des Landes vorantreiben können.

Jede Woche befragt Nanos Research 250 Kanadier nach ihren Ansichten zu persönlichen Finanzen, Arbeitsplatzsicherheit, Wirtschaft und Immobilienpreisen. Bloomberg veröffentlicht vierwöchige gleitende Durchschnitte der 1.000 telefonischen Antworten.

Hier sind einige weitere Umfrage-Highlights:

  • Der Index fiel letzte Woche auf 46,5, den schwächsten Wert seit Juli 2022, als er sich um den niedrigsten Stand seit den ersten Monaten der Covid-19-Pandemie bewegte.

    • Bis zu diesem Jahr war die Anzeige nur während der Pandemie Anfang 2020 und während der Finanzkrise und Rezession 2008 und 2009 unter 50 gefallen. In den letzten zehn Jahren lag sie im Durchschnitt bei etwa 56.

  • Ein Grund für die schlechte Stimmung sind die sich stark verschlechternden Aussichten für den Immobilienmarkt des Landes. Die Umfrage ergab, dass 37 % der Befragten erwarten, dass die Immobilienpreise in den nächsten sechs Monaten fallen werden, gegenüber 26 %, die einen Anstieg erwarten. Die 11-Punkte-Differenz ist die größte seit Beginn der Aufzeichnungen außerhalb der ersten Wochen der Pandemie und der globalen Finanzkrise.

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©2022 Bloomberg-LP

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