Heute ist der 20.04.2026. Die Frühlingsluft auf Mallorca ist nicht nur ein Genuss für die Sinne, sondern auch ein Zeichen für die Hochsaison im Immobilienmarkt. Während die Inselbewohner die ersten warmen Sonnenstrahlen genießen, präsentieren die beiden Immobilienunternehmen Engel & Völkers und Porta Mallorquina spannende Erkenntnisse über die Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt im Jahr 2025.
Die Berichte der beiden Firmen basieren auf eigenen Zahlen sowie auf Daten von IBESTAT und anderen Immobilienunternehmen. Im vergangenen Jahr wurden auf den Balearen insgesamt 14.295 Immobilien verkauft, davon allein 10.775 auf Mallorca. Das entspricht einem Anstieg der Verkaufszahlen um 6,5 Prozent, was über dem zehnjährigen Mittel von 4 Prozent liegt. Diese positive Entwicklung ist ein Zeichen für die anhaltend hohe Nachfrage nach Immobilien auf der beliebten Ferieninsel.
Preise im Aufwind
Die Bautätigkeit auf den Balearen nimmt ebenfalls zu. 2025 wurden 4.807 Baubeginne verzeichnet, im Vergleich zu 3.053 im Jahr 2024. Trotz dieser Zunahme ist die Bautätigkeit nicht ausreichend, um die Nachfrage zu decken und den Preisdruck zu mildern. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Wohnimmobilien stieg 2025 um 9 Prozent laut Engel & Völkers und um 9,8 Prozent laut Porta Mallorquina. Der aktuelle Durchschnittspreis liegt bei 7.370 Euro pro Quadratmeter.
Besonders im Südwesten der Insel sind die Preise rasant angestiegen, mit einem Quadratmeterpreis von 9.980 Euro, was einem Anstieg von über 10 Prozent entspricht. In Palma liegt der Quadratmeterpreis bei 8.040 Euro, während die Inselmitte bei 5.320 Euro und der Nordosten stabil bei 5.450 Euro bleibt. Der Durchschnittspreis für verkaufte Immobilien bei Engel & Völkers beläuft sich auf 1,97 Millionen Euro, was einem Anstieg von 10 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht.
Marktveränderungen und Käuferverhalten
Trotz der anhaltend hohen Preise zeigen sich auch Veränderungen im Käuferverhalten. Im Jahr 2025 verloren ausländische Käufer an Gewicht, mit 10 Prozent weniger Käufen. Ihre Quote fiel von 38 Prozent auf 34 Prozent. Interessanterweise machen deutsche Käufer mit 48 Prozent der Käufe bei Engel & Völkers den größten Anteil aus.
Die Preissteigerungen sind nicht nur in den bekannten Hotspots der Insel zu beobachten, sondern betreffen zunehmend auch weniger bekannte Gegenden. Die Preise für Bestandsimmobilien stiegen um rund 12 Prozent, während Neubauten einen Anstieg von 4 Prozent verzeichneten. Die Entwicklungen zeigen, dass Mallorca weiterhin ein attraktives Ziel für Immobilienkäufe bleibt, auch wenn die Preise anziehen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Immobilienmarkt auf Mallorca im Jahr 2025 einen erfreulichen Aufschwung verzeichnet hat, der sowohl durch steigende Verkaufszahlen als auch durch eine erhöhte Bautätigkeit gekennzeichnet ist. Die Herausforderung, die Nachfrage zu decken und gleichzeitig die Preissteigerungen in Schach zu halten, bleibt jedoch bestehen. Für Investoren und Käufer bleibt die Insel ein spannendes Terrain, das sowohl Risiken als auch Chancen bietet.