Die digitale Transformation im Gesundheitswesen nimmt Fahrt auf: Die Deutsche Telekom hat eine eigene elektronische Patientenakte (ePA) in der Pipeline, die als ernstzunehmende Konkurrenz zu bereits etablierten Lösungen auftritt. Dr. Gottfried Ludewig, der Leiter Public und Health bei der Telekom, hebt hervor, wie wichtig eine nutzbare ePA ist, die den Bedürfnissen der Nutzer gerecht wird. Im Gegensatz zu vielen bestehenden Angeboten, die oft in ihrer Funktionalität eingeschränkt sind, verspricht die Telekom eine umfassende Lösung, die sowohl die Plattform als auch benutzerfreundliche Anwendungen für Krankenversicherungen bereitstellt.

Der Clou: Die Telekom positioniert sich als einziger Ende-zu-Ende-Anbieter für ePA im deutschen Markt. Das bedeutet, dass Produkt, Plattform und Betrieb aus einer Hand kommen – inklusive der Bereitstellung in der Open Sovereign Cloud. Die vollständige Verarbeitung aller Daten, einschließlich Metadaten, erfolgt in deutschen Rechenzentren. So wird nicht nur Datenschutz großgeschrieben, sondern auch die Nutzerzentrierung in den Fokus gerückt: Anforderungen werden entlang konkreter Szenarien entwickelt, was die Anwendung intuitiv und barrierefrei gestaltet.

Innovative Funktionen und Sicherheitsaspekte

Ein weiteres Plus der neuen ePA-Lösung sind die adressierten Schwachpunkte bestehender Systeme. Begrenzte Suchfunktionen und die oft fehlende Unterstützung strukturierter Daten gehören der Vergangenheit an. Die Telekom hat sich nicht nur den gesetzlichen und technologischen Anforderungen gestellt, sondern auch dafür gesorgt, dass die Lösung für zukünftige Erweiterungen gerüstet ist. Sicherheitsrelevante Funktionen, wie Einwilligungsprozesse und transparente Datenzugriffe, sind benutzerfreundlich gestaltet und sollen einen unkomplizierten Zugang zu Gesundheitsinformationen ermöglichen.

Aktuell befindet sich die neue ePA im Zulassungsverfahren der Gematik und wird erstmals auf der DMEA in Berlin präsentiert. Hier können Interessierte einen ersten Blick auf die Innovation werfen und sich von den Möglichkeiten überzeugen lassen.

Gesetzliche Rahmenbedingungen und Herausforderungen

Der Markt für elektronische Patientenakten wird sich mit dem Inkrafttreten des Digital-Gesetzes (DigiG) ab Januar 2025 grundlegend verändern. Ab diesem Zeitpunkt erhalten alle gesetzlich Krankenversicherten automatisch eine ePA, es sei denn, sie widersprechen aktiv (Opt-out-Prinzip). Diese Neuregelungen bringen nicht nur die Verpflichtung für Krankenhäuser mit sich, mit der ePA zu interagieren, sondern stellen auch rechtliche, technische und organisatorische Herausforderungen dar. So sind prozessuale Veränderungen in Kernprozessen wie Aufnahme und Entlassung erforderlich, um die ePA effizient zu integrieren.

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Die DKG-Geschäftsstelle hat in Zusammenarbeit mit Fachexperten aktualisierte Umsetzungshinweise erarbeitet, die sich in einen rechtlichen und einen prozessual-technischen Teil gliedern. Diese Hinweise sind zwar Empfehlungen und haben keinen normativen Charakter, bieten jedoch wertvolle Orientierung für die Implementierung der ePA. Laufende Aktualisierungen sollen dabei helfen, offene Fragen und Herausforderungen anzugehen, sodass die flächendeckendere Nutzung der ePA in Krankenhäusern bald Realität wird.

Die Vorfreude auf die neue ePA-Lösung der Telekom ist groß, und die anstehenden Veränderungen im Gesundheitswesen versprechen, den Zugang zu Gesundheitsdaten grundlegend zu verbessern. Ob die Telekom mit ihrer Lösung tatsächlich die versprochenen Vorteile bieten kann, bleibt abzuwarten. Eins steht jedoch fest: Die Digitalisierung im Gesundheitswesen ist auf einem guten Weg.