Versteckte Preiserhöhungen: Hamburgs Mogelpackung des Jahres wird gekürt!

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Verbraucherzentrale Hamburg wählt die Mogelpackung des Jahres 2025. Stimmen Sie bis 20. Januar für die größten Preiserhöhungen ab.

Verbraucherzentrale Hamburg wählt die Mogelpackung des Jahres 2025. Stimmen Sie bis 20. Januar für die größten Preiserhöhungen ab.
Verbraucherzentrale Hamburg wählt die Mogelpackung des Jahres 2025. Stimmen Sie bis 20. Januar für die größten Preiserhöhungen ab.

Versteckte Preiserhöhungen: Hamburgs Mogelpackung des Jahres wird gekürt!

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat eine aktuelle Liste von Mogelpackungen veröffentlicht und sucht die „Mogelpackung des Jahres 2025“. In einer umfassenden Erhebung wurden im vergangenen Jahr 77 neue Mogelpackungen identifiziert, die durch versteckte Preiserhöhungen, auch bekannt als Shrinkflation, aufgefallen sind. Die durchschnittliche Preissteigerung dieser Produkte belief sich auf 28,4 Prozent. Verbraucher können bis zum 20. Januar 2026 online abstimmen, welches Produkt den umstrittenen Titel erhalten soll. Ergebnisse dieser Umfrage werden mit Spannung erwartet.

Für die Wahl zur „Mogelpackung des Jahres“ sind fünf Produkte nominiert, die insbesondere aufgrund ihrer preisträchtigen Füllmengenänderungen in die Kritik geraten sind. Die Produkte, die zur Wahl stehen, sind:

Nominierte Produkte

  • Milka-Schokolade von Mondelez: Der Inhalt wurde von 100 g auf 90 g reduziert, während der Preis von 1,49 Euro auf 1,99 Euro anstieg – das ist eine Preiserhöhung von 48 %. Es gibt in diesem Zusammenhang auch eine Klage der Verbraucherzentrale gegen Mondelez.
  • Käse-Streusel-Backmischung von Dr. Oetker: Hier wurde der Inhalt von 730 g auf 370 g halbiert, mit einem Preisaufschlag von etwa 90 %.
  • XXL-Schoko-Hafer-Müsli von Kölln: Der Inhalt fiel von 1.700 g auf 1.050 g, und obwohl der Preis von 9,99 Euro auf 7,99 Euro sank, liegt die versteckte Preiserhöhung bei knapp 30 %.
  • Penne Pomodoro-Mozzarella von Knorr: Der Inhalt stieg von 163 g auf 181 g, jedoch auch der Preis von 1,39 Euro auf 1,99 Euro (ein Anstieg von 29 %).
  • 3in1 Classic Kaffeesticks von Jacobs: Der Inhalt pro Stick reduzierte sich von 18 g auf 12 g und der Preis stieg von 2,69 Euro auf 2,79 Euro (56 % Preiserhöhung).

Die Verbraucherzentrale hat klare Forderungen formuliert. Dazu gehören die verpflichtende Kennzeichnung von Mengenreduktionen auf Verpackungen und die Einführung gut sichtbarer Hinweisschilder im Handel. Der Trend zur Shrinkflation ist nicht neu, jedoch scheint er sich zu intensivieren. Die Verbraucherzentrale führt eine bundesweit einzigartige Mogelpackungsliste, die derzeit rund 1.000 Einträge umfasst und Verbraucher über versteckte Preiserhöhungen informiert. Diese Liste dokumentiert detailliert die Beschwerden von Verbrauchern und enthält Informationen zu Produkten und deren Herstellern.

Die Mogelpackungsliste ist ein wichtiges Werkzeug, um das Bewusstsein der Verbraucher für solche praktiken zu schärfen. Um zu demonstrieren, wie Shrinkflation funktioniert, wird häufig ein Beispiel angeführt: Bei einer alten Packung mit 500 g für 2,19 Euro, die einen Grundpreis von 4,38 Euro pro Kilogramm hatte, wurde die neue Packung auf 400 g für ebenfalls 2,19 Euro geändert, was zu einem neuen Grundpreis von 5,48 Euro pro Kilogramm führt. Hier lässt sich eine Preissteigerung von 25 % feststellen.

Verbraucher sind aufgefordert, ihre Erfahrungen mit Mogelpackungen zu teilen, um die Liste weiter auszubauen. Abstimmen ist bis zum 20. Januar 2026 um 16 Uhr möglich, und die Spannung auf das Ergebnis der Abstimmung wächst täglich. Die Hinweise der Verbraucherzentrale über Produkte und deren Preisgestaltung sind für Konsumenten von immenser Bedeutung, um informierte Kaufentscheidungen zu treffen.

Für weitere Informationen und zur Abstimmung besuchen Sie bitte die links:
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Verbraucherzentrale Hamburg