Kampf um soziale Gerechtigkeit: SGBCISL fordert Veränderungen in Südtirol!

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Die SGBCISL setzt 2026 auf soziale Gerechtigkeit und zukunftsgerichtete Wirtschaftspolitik in Südtirol. Herausforderungen und Lösungsansätze.

Die SGBCISL setzt 2026 auf soziale Gerechtigkeit und zukunftsgerichtete Wirtschaftspolitik in Südtirol. Herausforderungen und Lösungsansätze.
Die SGBCISL setzt 2026 auf soziale Gerechtigkeit und zukunftsgerichtete Wirtschaftspolitik in Südtirol. Herausforderungen und Lösungsansätze.

Kampf um soziale Gerechtigkeit: SGBCISL fordert Veränderungen in Südtirol!

Die Gewerkschaft SGBCISL stellt ihre Schwerpunkte für das Jahr 2026 vor und legt besonderen Wert auf die Qualität der Arbeit, soziale Gerechtigkeit und eine zukunftsgerichtete Wirtschaftspolitik. Die aktuellen Vertragsverhandlungen fokussieren sich auf Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, während sich gravierende Probleme wie unzureichende Löhne, die nicht mit den Lebenshaltungskosten Schritt halten, sowie hohe Arbeitsunfallzahlen und teures Wohnen zeigen. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, setzt die SGBCISL auf die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen, und fordert gleichzeitig eine Erneuerung von Verträgen mit höheren Löhnen und einer diversifizierten Wirtschaftspolitik. Dies geschieht mit dem Ziel, Branchen zu fördern, die sowohl Fortschritt als auch Wettbewerbsfähigkeit unterstützen.

Besondere Aufmerksamkeit richtet die SGBCISL auf die Landespolitik, indem sie fordert, den sozialen Zusammenhalt und die Gerechtigkeit zu fördern. Ein zentrales Anliegen ist die genaue Erhebung des Bedarfs bei Unterstützungsleistungen, um akute soziale Herausforderungen zu bewältigen. Ein alarmierender Anstieg der Arbeitsunfälle in Südtirol zeigt, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht; Prävention wird als wichtiges Handlungsfeld hervorgehoben. Weitere Problembereiche umfassen Gewalt am Arbeitsplatz und den zunehmend erlebten Stress.

Wohnraum und Arbeitsmarkt

Die Gewerkschaft schlägt außerdem die Entwicklung eines Landes-Wohnplans vor, der bezahlbaren Wohnraum schaffen soll. Mit 55.164 Mitgliedern ist die SGBCISL die stärkste Gewerkschaft in Südtirol, von denen ein Fünftel unter 36 Jahren alt ist. Die Serviceleistungen der Gewerkschaft umfassten 2025 über 30.000 Steuererklärungen, nahezu 23.000 ISEE- und EEVE-Erklärungen sowie 8.000 Anträge auf Arbeitslosengeld.

Wie die Bertelsmann Stiftung aufzeigt, hat die Digitalisierung und Flexibilisierung der Arbeitsmärkte tiefgreifende Veränderungen in den Erwerbsarbeitsformen bewirkt. Es gibt einen Rückgang der Vollzeitbeschäftigung bei einem einzigen Arbeitgeber und eine Zunahme von Freelancern sowie geringfügig Beschäftigten. Diese Entwicklung weckt die Sorge vor einem erweiterten Heer von digitalen Tagelöhnern, die von kurzfristigen Aufträgen abhängig sind und oft keine sozialen Absicherungen gegen Krankheit oder Alter haben.

Globale Ungleichheiten und deren Folgen

Ein neuer Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) hebt hervor, dass trotz der Fortschritte in Bildung und Armutsbekämpfung in den letzten 30 Jahren weiterhin tief verwurzelte Ungleichheiten das globale Wachstum bremsen. Dringender Handlungsbedarf besteht bei der Überwindung ungleicher Zugänge zu Chancen und der gerechten Verteilung wirtschaftlicher Gewinne. Die ILO erinnert daran, dass 71% des Einkommens einer Person durch ihre Geburtsumstände beeinflusst werden, was eine ungerechte Verteilung der Wohlstandsgewinne zur Folge hat.

Soziale Gerechtigkeit wird als Grundlage für wirtschaftliche Stabilität und gesellschaftlichen Zusammenhalt angesehen. Dennoch zeigen die Trendentwicklung und das rückläufige Vertrauen in Institutionen, dass gesellschaftliche Spannungen zunehmen. Jüngste Daten deuten darauf hin, dass eine adäquate politische Steuerung benötigt wird, um die bestehenden Ungleichheiten zu vermeiden und um den Herausforderungen wie Umweltveränderungen sowie demographischen Entwicklungen zu begegnen.

Insgesamt demonstrieren die Berichte und die Forderungen der SGBCISL, dass sowohl auf regionaler als auch auf globaler Ebene dringender Handlungsbedarf besteht, um die Arbeitsbedingungen und die soziale Gerechtigkeit zu verbessern.

Weitere Informationen finden Sie in den Berichten der Tageszeitung, der Internationalen Arbeitsorganisation und der Bertelsmann Stiftung.