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Eine aktuelle Studie von Hiscox zeigt alarmierende Ergebnisse bezüglich des Versicherungsschutzes deutscher Kleinunternehmen. Laut der Untersuchung, die im Rahmen des „Global Protection Gap Report“ von Wakefield Research durchgeführt wurde, haben 70% der Selbstständigen und kleinen Unternehmen in Deutschland signifikante Versicherungslücken. Diese Zahl liegt unter dem globalen Durchschnitt von 74% und ist jedoch alarmierend angesichts der potenziellen Risiken, denen Unternehmen ausgesetzt sind. Die Umfrage umfasste 6.250 Unternehmenseigentümer aus sechs Ländern, darunter 1.000 aus Deutschland.

Die Beispiele dieser Versicherungslücken sind vielfältig: 27% der deutschen Befragten geben an, keine Berufshaftpflichtversicherung zu besitzen, obwohl diese notwendig wäre. Im internationalen Vergleich liegt diese Lücke bei 25%. Ebenso haben 29% der Unternehmen keine Betriebshaftpflichtversicherung, während der internationale Durchschnitt bei 27% liegt. Ein besonders besorgniserregendes Ergebnis zeigt, dass 30% der Unternehmen in Deutschland keine Cyberversicherung besitzen, obgleich der Bedarf dafür besteht; international liegt dieser Wert bei 27%.

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Bewusstsein für Risiken ist gering

Ein zentrales Problem ist das fehlende Wissen über den Versicherungsschutz. Laut der Studie wissen nur 16% der Befragten, welche Risiken die Berufshaftpflicht abdeckt. Bei der Betriebshaftpflicht sind es 36%, und etwa 20% kennen den Leistungsumfang der Cyberversicherung. Diese mangelnde Transparenz könnte dazu führen, dass viele Unternehmen nicht ausreichend gegen potenzielle Schäden abgesichert sind.

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Interessanterweise möchten 55% der kleinen Unternehmen in Deutschland sicherstellen, dass sie vor dem ersten Produktverkauf versichert sind, während 27% erst ab einem Gewinn von über 100.000 Euro einen Versicherungsbedarf sehen. Dies verdeutlicht, dass es hier Unterschiede in der Risikowahrnehmung gibt und möglicherweise ein Umdenken nötig ist.

Bedrohungen in der digitalen Welt

Die Studie hebt auch hervor, dass 44% der deutschen Befragten Cyberangriffe oder Datenschutzverletzungen als größte Bedrohung wahrnehmen, im internationalen Vergleich sind es nur 33%. Weitere Risiken, die häufig genannt werden, sind Inflation, steigende Kosten und ein wirtschaftlicher Abschwung. Dennoch glauben 33% der Unternehmen, dass sie zu klein für Cyberkriminalität seien, während 39% der Ansicht sind, ihre Systeme seien sicher genug.

Darüber hinaus empfinden 22% der Befragten Cyberversicherungen als zu teuer, was die Bereitschaft zur Absicherung erheblich beeinflusst. Diese Sichtweise könnte dazu führen, dass die Unternehmen unvorbereitet auf mögliche Schäden reagieren müssen, die durch Cyberangriffe entstehen könnten.

Relevanz regelmäßiger Versicherungsüberprüfungen

Die Daten zeigen zudem, dass 72% der befragten Unternehmen in den letzten zwei Jahren Umsatzsteigerungen verzeichneten. Trotz dieser positiven Entwicklung haben 10-13% der Unternehmen nie ihre Versicherungssummen seit Abschluss überprüft oder aktualisiert, und 23-26% haben ihre Policen seit mehr als drei Jahren nicht angepasst. Experten empfehlen, mindestens einmal jährlich einen Policen-Check durchzuführen, um sicherzustellen, dass die Versicherungssummen und -arten auch den aktuellen Bedürfnissen des Unternehmens entsprechen.

Für Kleinunternehmen ist es entscheidend, sich intensiver mit dem Thema Versicherungsschutz auseinanderzusetzen. Um den wachsenden Bedrohungen in einer sich schnell verändernden Wirtschaftswelt zu begegnen, ist ein solides Wissen über Versicherungsoptionen und regelmäßige Überprüfungen von Policen unerlässlich. Weitere Informationen und Empfehlungen zu Versicherungen finden sich auch bei [
Britannica].