Aktuell berichten zahlreiche Anwender von Telefonanrufen, bei denen sich unbekannte Personen als Mitarbeiter der Verbraucherzentrale ausgeben. Diese Anrufer fordern einen Datenabgleich und nutzen die Angst der Menschen vor möglichen Datenlecks, um persönliche Informationen zu erlangen. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat vor dieser Betrugsmasche gewarnt, die Ende Februar 2026 zum ersten Mal gemeldet wurde. Bei den Anrufen behaupten die Betrüger, dass in einem Datenleck Informationen über die angerufene Person gefunden worden seien und bieten an, diese zu löschen.

Die Verbraucherzentrale stellt klar, dass sie niemals unerwartet anruft und auch keine Möglichkeit hat, Daten aus Datenlecks zu löschen. Das Ziel dieser kriminellen Anrufer ist es, vorhandene Daten zu bestätigen oder neue, sensitive Informationen zu sammeln. Laut Focus ist es besonders riskant, am Telefon mit „Ja“ zu antworten, da diese Zustimmung möglicherweise für einen unerwünschten Vertragsabschluss verwendet werden kann.

Risiken und Empfehlungen

Die Verbraucherzentrale warnt, dass solche Betrugsanrufe Risiken bergen. Kriminelle könnten an Kreditkartennummern gelangen, und es ist auch möglich, dass Betroffene in Zukunft weitere unerwünschte Anrufe von Spam-Nummern erhalten. Um sich zu schützen, gibt die Verbraucherzentrale gezielte Empfehlungen:

  • Keine persönlichen Daten am Telefon nennen.
  • Statt mit „Ja“, mit „Ich höre Sie“ antworten.
  • Name des Anrufers, die Firma sowie Datum, Uhrzeit und Rufnummer notieren.
  • Anruf schnellstmöglich beenden.
  • Die Nummer des Anrufers an die Verbraucherzentrale oder die Bundesnetzagentur melden.

Falls nach einem solchen Anruf eine Rechnung eingeht, sollte diese nicht ignoriert werden. Es wird empfohlen, aktiv Widerspruch zu erheben; dazu stehen auf der Webseite der Verbraucherzentrale kostenlose Musterbriefe bereit.

Weitere Hinweise und Unterstützung

Die Verbraucherzentrale bietet nicht nur Informationen über Telefonbetrug an, sondern informiert auch über aktuelle Betrugsversuche und Phishing-E-Mails. Betroffene können verdächtige E-Mails an phishing@verbraucherzentrale.nrw weiterleiten. Diese Meldungen werden anonymisiert ausgewertet, um die Sicherheitslage zu verbessern. Nutzer werden zudem ermutigt, Phishing-Mails an die betroffenen Unternehmen weiterzuleiten. Viele Firmen stellen spezielle E-Mail-Adressen zur Verfügung, um solche Meldungen zu unterstützen.

In der heutigen digitalen Welt wird es immer schwieriger, sich gegen Betrugsversuche zu schützen. Daher ist es wichtig, wachsam zu sein und sich über solche Betrugsmaschen zu informieren, wie Ruhr24 eindringlich mahnt.