Im Februar 2026 hat die Barclays Bank ihr Privatkundengeschäft in Deutschland offiziell in easybank umbenannt. Dieser Wechsel betrifft etwa 2,5 Millionen Kunden, die nun ihre Bankgeschäfte unter einem neuen Namen führen müssen. Die Bawag Group hatte das Geschäft bereits ein Jahr zuvor übernommen. Trotz des Namenswechsels bleiben die Produkte, Konditionen und Funktionen unverändert, und die App aktualisiert sich automatisch zur „easybank Deutschland App“. Die Zugangsdaten für die Kunden bleiben gleich, und auch die Kreditkarte von Barclays bleibt bis Ende 2027 gültig.

Doch mit dem Namenswechsel drohen auch Gefahren. Betrüger nutzen die Unsicherheiten der Kunden aus und versenden gefälschte E-Mails, SMS oder tätigen Anrufe im Namen von easybank. Die Verbraucherzentrale warnt insbesondere vor Phishing-Mails mit dem Betreff „Wichtig: Bestätigung Ihrer Daten für die EasyBank Migration erforderlich“. In diesen Nachrichten werden Kunden zur Überprüfung ihrer Kundendaten aufgefordert, was ein offensichtlich manipulativer Versuch ist, um Zugang zu sensiblen Informationen zu erhalten.

Typische Phishing-Merkmale

  • Unpersönliche Anrede, wie „Sehr geehrter Barclays Kunde“
  • Absenderadresse, die nicht von easybank stammt
  • Aufforderungen, auf Links zu klicken
  • Gefühl von Zeitdruck in der Nachricht
  • Fehler in Rechtschreibung und Grammatik
  • Anhänge, die potenziell schädliche Software enthalten

Die echten E-Mails von easybank fragen niemals nach vertraulichen Daten wie Passwörtern oder PINs. Zudem enthalten offizielle Nachrichten Sicherheitsmerkmale wie Teile der Postleitzahl und stammen von bekannten Absenderadressen. Dazu zählen unter anderem @barclays.de und @easybank.de.

Schutzmaßnahmen für Verbraucher

Die Verbraucherzentrale empfiehlt, verdächtige E-Mails nicht zu beantworten und diese in den Spam-Ordner zu verschieben. Außerdem sollten Nutzer bei Unsicherheiten die easybank Deutschland-App oder die offizielle Webseite easybank.de konsultieren. Laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) fordert kein seriöser Anbieter vertrauliche Zugangsdaten per E-Mail an. Nutzer sollten stets die Adressleiste im Browser überprüfen und Links in dubiosen E-Mails meiden.

Zusätzliche Sicherheitshinweise beinhalten, dass persönliche Daten nur auf der regulären Website des Online-Bankings eingegeben und verdächtige Anhänge nicht geöffnet werden sollten. Auch ist es ratsam, regelmäßige Kontrollen des Kontostands durchzuführen und sichere Internetverbindungen zu garantieren.

In Anbetracht der gefährlichen Methoden der Cyberkriminalität rufen die Behörden zur Wachsamkeit auf. Ein umfassender Schutz vor Phishing ist unerlässlich, um die eigenen Daten zu schützen.

Für weitere Informationen über Phishing und Sicherheitsmaßnahmen können Verbraucher die Websites von Biallo und BSI besuchen.