In einer alarmierenden Entwicklung wurden mehrere Rückrufe von Spielsand-Artikeln aufgrund des Nachweises von Asbest bekannt gegeben. Geschäfte wie Smyths Toys und Hema sind von diesen Rückrufen betroffen. Asbest ist ein gefährlicher Stoff, der ernsthafte Gesundheitsrisiken birgt, einschließlich der Möglichkeit von Krebs und Lungenschäden. Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt, besondere Vorsicht walten zu lassen und betroffene Produkte nicht mehr zu verwenden.
Wie berichtet wird, wurden die Rückrufe ursprünglich bei Action initiiert, wo Stretcherz-Spielfiguren der Marke HTI zurückgerufen wurden. In Tests des sandähnlichen Materials wurden Asbestspuren gefunden. HTI selbst bewertet das Risiko als gering, sieht jedoch die Notwendigkeit einer vorsorglichen Rücknahme der Artikel.
Details zu den zurückgerufenen Produkten
Betroffene Stretcherz-Figuren, die bei Smyths Toys verkauft wurden, umfassen:
- Stretcherz Slammerz (Artikelnummer: 1351053.V25.2468985050835105345)
- Stretcherz Stretch Squad XXL (Artikelnummer: 13500932512935050835009346)
- Stretch Squad W4 (Artikelnummer: 1376624.WV42178955050837662419)
- Stretcherz Stretch Squad Twin Pack (Artikelnummer: 1376630.24233497505083766301)
Hema ruft zudem fünf verschiedene Spiel- und Bastelsande zurück, unter den Artikelnummern: 15.90.0101, 15.90.0102, 15.90.0035, 15.92.0121 und 15.92.0122. Die Verbraucherzentrale rät dringend dazu, die betroffenen Produkte umgehend zurückzugeben, selbst ohne Kassenbon. Ungeöffnete Verpackungen sollten geschlossen bleiben, während bei geöffneten Produkten besondere Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden müssen.
Gesundheitsrisiken durch Asbest
Asbest, ein Material, das bis zum Verbot in Deutschland am 31. Oktober 1993 weit verbreitet war, kann in buntem Sand aus China vorkommen. Diese Erkenntnis gewinnt insbesondere an Bedeutung in der aktuellen Situation, da sich Hinweise auf Asbest in verschiedenen internationalen Proben bestätigen. In Ländern wie Neuseeland, Australien, Belgien und den Niederlanden wurde Asbest in gefärbtem Sand nachgewiesen, was die Risiken beim Spielen mit solchen Produkten unterstreicht.
Konkrete Warnungen richten sich besonders gegen gefärbte Sandspielprodukte aus China, zu denen Magic Sand, Kinetischer Sand und Montessori-Sandspieltische gehören. In Belgien fanden die Behörden in 15 getesteten Produkten entweder keine oder nur geringe Mengen Asbest, während in Australien bereits Ende 2025 vor solchen Produkten gewarnt wurde. Die niederländische Behörde NVWA führt derzeit weitere Untersuchungen durch, um die Feststellung von Asbest in betroffenem Sand zu klären.
Die Verbraucherzentrale NRW warnt zudem davor, bunten Bastelsand oder Montessori-Sandspieltische aus China im Innenbereich zu verwenden. Bei Kontakt mit bereits geöffneten Produkten sollten keine Staubaufwirbelungen entstehen, um Gesundheitsrisiken zu minimieren.
Ratschläge zur Handhabung der Produkte
Die Verbraucherzentrale empfiehlt dringlich, mit dem Sand nicht zu spielen, bis die weiteren Untersuchungen abgeschlossen sind. Bei der Handhabung bereits geöffneter Pakete sollten Nutzer FFP2-Masken, Putzhandschuhe und Schutzbrillen tragen. Der Sand sollte luftdicht verpackt und als Sondermüll entsorgt werden. Normale, ungefärbte Sandkästen sind weiterhin unbedenklich.
Die anhaltende Unsicherheit über die Asbestbelastung sorgt für wachsende Besorgnis unter Eltern und Verbrauchern. Umgehend Maßnahmen zu ergreifen ist unerlässlich, damit die Gesundheit unserer Kinder nicht gefährdet wird. Berichte von der Ruhr24, Verbraucherzentrale NRW und Test.de decken das Ausmaß des Problems auf.