Das Online-Dating erfreut sich weltweit großer Beliebtheit, doch Experten warnen anlässlich des nahenden Valentinstags vor einer wachsenden Zahl von Betrug durch sogenannte „Liebesbetrüger:innen“. Die Verbraucherzentrale Brandenburg sowie die Polizei Brandenburg machen auf diese Problematik aufmerksam und raten, vorsichtig zu sein, wenn es um die Partnersuche im Internet geht. Besonders an diesem romantischen Feiertag nutzen viele Kriminelle die Sehnsucht nach Nähe und Zweisamkeit aus.
Die Betrüger:innen erstellen gefälschte Online-Profile, die oft täuschend echt wirken. Sie treten als attraktive und erfolgreiche Singles auf und versuchen, schnell emotionale Nähe aufzubauen, indem sie mit Komplimenten und dramatischen Lebensgeschichten aufwarten. Persönliche Treffen werden selten realisiert und ständig aus unterschiedlichen Gründen verschoben. Häufig bitten sie um Geld in Form von Geschenkkarten oder müssen angeblich in Notlagen unterstützt werden. Diese Vorgehensweise ist eine häufige Masche im Love Scamming.
Warnsignale und Schutzmaßnahmen
Die Verbraucherzentrale sowie die Polizei empfehlen, aufmerksam zu sein, um Betrugsversuche frühzeitig zu erkennen. Zu den wichtigen Warnsignalen zählen:
- Rückwärtsgerichtete Bildersuchen können gestohlene Profilbilder aufdecken.
- Immer neue Ausreden für Verschiebungen geplanter Treffen sollten skeptisch machen.
- Ein Video-Chat kann helfen, die Existenz der Person zu überprüfen, jedoch ist dies kein absoluter Beweis für Seriosität.
- Keine persönlichen Daten wie Ausweiskopien oder Kontodaten weitergeben.
Betroffene wird geraten, sich Unterstützung im Freundes- oder Familienkreis zu suchen und ciddi Zuschriften von Liebesbetrüger:innen zu ignorieren. Zudem sollten niemals Briefe oder Päckchen weitergeleitet werden und Schecks sind nicht einzulösen. Bei Verdacht auf Betrug sollte umgehend der Kontakt abgebrochen und alle Chatverläufe sowie Belege gesichert werden. Die Polizei sollte ebenfalls informiert werden.
Zunehmende Internetkriminalität
In den letzten Jahren hat die Zahl der Fälle von Liebesbetrug stark zugenommen. Allein in den USA stieg die Anzahl der gemeldeten Fälle von 11.235 im Jahr 2016 auf über 52.000 im Jahr 2020. Die finanziellen Verluste beliefen sich auf über 300 Millionen US-Dollar. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, die oft über Vermögenswerte verfügen und meist weiblich sind.
Die Maschen der Betrüger:innen sind vielfältig: Von Militärromanzen über Intimitäten-Betrug bis hin zu gefälschten Dating-Seiten. Immer wieder berichten Opfer von finanziellen Forderungen nach Geld für Reisen, medizinische Behandlungen oder Schecks, die zur Verifizierung verlangt werden. Ein typisches Muster zeigt, dass sich die Kommunikation schnell von der Dating-Plattform auf private Nachrichten verlagert, was die Betrugsgefahr erhöht.
Schutzmaßnahmen seitens der Verbraucherzentrale umfassen die Nutzung verifizierter Dating-Plattformen, eine Google-Bildersuche der Kontaktpersonen und die noch stärkere Sensibilisierung im Umgang mit persönlichen Daten. Ob im Internet oder beim Treffen mit potentiellen Partner:innen – die Sicherheit sollte immer an erster Stelle stehen.
Die Verbraucherzentrale Brandenburg steht für individuelle Beratungen zur Verfügung. Bei Betrugsverdacht ist es wichtig, umgehend zu handeln und die Polizei zu verständigen. Weitere Informationen und Hilfestellungen sind auf den Webseiten der Verbraucherzentralen und der Polizei zu finden.
Für mehr Details zu diesem Thema besuchen Sie die Berichte von Barnim Aktuell, Verbraucherzentrale sowie Kaspersky.