Die Börsen zeigen in dieser Woche eine gewisse Uneinheitlichkeit. Während in den USA Zinssorgen kursieren, sorgt die Veröffentlichung starker Konjunkturdaten für etwas Optimismus. Die Europäische Zentralbank hat Hinweise auf eine potenzielle Zinssenkung im Juni gegeben, jedoch steht eine endgültige Entscheidung noch aus. Am Donnerstag blieben die Kurse insgesamt relativ stabil.
Nel ASA hat eine gewisse Stabilisierung erlebt, obwohl auf niedrigem Niveau. Der abrupte Anstieg des Aktienkurses auf über 0,50 Euro vor einigen Tagen war unerwartet und wird teilweise auf Spekulationen über das Rückzug von Shortsellern zurückgeführt. Dennoch gab es keine neuen fundamentalen Entwicklungen. Ein negatives Analystenurteil ließ die Erholung wieder stagnieren. Die Aktie schloss bei 0,46 Euro und zeigt bisher keine nachhaltige Erholungstendenz.
BYD kämpfte ebenfalls mit Widrigkeiten, konnte jedoch mit der Vorstellung der kommenden Generation seiner Blade-Batterien punkten. Diese neue Batterietechnologie verspricht größere Reichweiten bei niedrigeren Kosten und stieß bei Investoren auf etwas Zuversicht. Die Aktie von BYD gewann am Donnerstag über ein Prozent.
Die Deutsche Telekom musste jüngst einen Rückschlag hinnehmen, als die Bundesnetzagentur niedrigere Gebühren für die Nutzung von Glasfaser-Leerrohren vorschlug. Trotzdem sorgte die Hauptversammlung für einen Kursrückgang von knapp drei Prozent. Aktionäre können sich jedoch über eine erhöhte Dividende freuen, die dieses Jahr bei 0,77 Euro je Aktie liegt. Die tatsächliche Auszahlung erfolgt voraussichtlich nächste Woche.
Im Gegensatz dazu konnte Bayer keine positive Entwicklung verzeichnen und verlor rund zwei Prozent. Rechtstreitigkeiten wegen Glyphosat und hohe Verschuldung belasten das Unternehmen nach wie vor. Obwohl Bayer in letzter Zeit einige positive Signale sendete, reichen sie nicht aus, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen. Die Aktie bleibt weiterhin unattraktiv für Investoren, und ein Turnaround ist nicht in Sicht.