Der Technologiekonzern Autodesk hat am 9. Februar 2026 eine Klage gegen Google eingereicht, die sich um die angebliche Verletzung des Markennamens „Flow“ dreht. Diese rechtlichen Schritte wurden beim Bundesgericht in San Francisco vorgenommen und werfen weitreichende Fragen hinsichtlich der Markenrechtsstrategie von Autodesk auf. Der Streit betrifft insbesondere die Verwendung des Namens „Flow“ für KI-gestützte Tools in der Film-, Fernseh- und Spieleproduktion. Autodesk unterstellt Google, konkurrierende Software ohne ihre Zustimmung auf den Markt gebracht zu haben.
Laut Simply Wall hat Autodesk den Markennamen „Flow“ seit September 2022 aktiv genutzt, während Google diese Bezeichnung im Mai 2025 für eigene Produkte einführte. Autodesk war über den Markteintritt von Google überrascht und behauptet, Google habe zuvor zugesichert, den Namen Flow nicht zu kommerziellen Zwecken zu verwenden. Ferner stellte Google im Frühjahr 2025 einen Antrag auf Markenschutz für „Flow“ im Königreich Tonga, was nicht öffentlich einsehbar ist, und Autodesk befürchtet, dass dieser Antrag genutzt wurde, um auch in den USA einen ähnlichen Markenschutz zu beantragen.
Wettbewerbliche Herausforderungen und Umsatzprognosen
Autodesk argumentiert, dass das Vorgehen von Google darauf abzielt, Autodesk vom Markt zu verdrängen. Der Marktwert von Autodesk wird auf etwa 51 Milliarden US-Dollar geschätzt, während die Muttergesellschaft von Google, Alphabet, mit rund 3,9 Billionen US-Dollar eine weit überlegene Marktstellung innehat. Autodesk fordert in ihrer Klage nicht näher bezifferte Schadensersatz- und Strafzahlungen.
Der Bericht von Simply Wall zeigt außerdem, dass Autodesk für das Jahr bis Januar 2026 einen Umsatz von 7.150 bis 7.165 Millionen US-Dollar anstrebt. Prognosen deuten darauf hin, dass der Umsatz bis 2028 auf 9,3 Milliarden US-Dollar steigen könnte, mit einem Gewinn von 2,0 Milliarden US-Dollar, was jährliche Wachstumsraten von 12 % im Umsatz und 1 Milliarden Dollar im Gewinn erfordert. Der aktuelle Aktienkurs könnte ein Aufwärtspotenzial von 57 % auf einen fairen Wert von 363,20 US-Dollar bieten, während Schätzungen für den Fair-Value zwischen 324,10 und 363,20 US-Dollar liegen.
Einblicke in die KI-gestützte Softwareentwicklung
Der Streik zwischen Autodesk und Google verdeutlicht auch die wachsenden rechtlichen Risiken im Bereich der Softwareentwicklung, insbesondere im Kontext von Künstlicher Intelligenz (KI). Der Einsatz von KI in der Programmierung hat in den letzten Jahren rasant zugenommen. Die Erzeugung von Algorithmen, die auf maschinellem Lernen und neuronalen Netzen basieren, ermöglicht es Softwareentwicklern, komplexe Aufgaben effizienter zu lösen, wie IT-Recht Hamburg berichtet.
Jedoch gibt es auch erhebliche rechtliche Implikationen. Unternehmen, die Open-Source-Code in ihre proprietäre Software integrieren, riskieren rechtliche Auseinandersetzungen und wirtschaftliche Nachteile, insbesondere wenn diese Integrationen gegen Lizenzbedingungen verstoßen. Geschäftsführer können sogar persönlich haftbar gemacht werden, wenn sie in Urheberrechtsverletzungen verwickelt sind. Dieses Risiko ist besonders relevant in einer Zeit, in der die Entwicklung KI-gestützter Software boomt.
Autodesk steht somit nicht nur vor Herausforderungen durch Google, sondern muss auch die rechtlichen Komplikationen im Bereich der KI-gestützten Softwareentwicklung managen, um seine Marktposition zu sichern.