Verbraucherschutz

Bargeld vs. Bargeldlos: Finanzexperten prangern Missstände an – sind kostenfreie Kreditkarten die Lösung?

Gemäß einem Bericht von www.morgenpost.de, prangern Verbraucherschützer in Deutschland Missstände beim Umgang mit Bargeld an. Die zunehmende Zahl von Hinweisen wie „No cash“, „only cards“ oder „nur Kartenzahlung“ an Eingangstüren von Restaurants, Imbissen und Geschäften verärgert viele Menschen, obwohl seit der Corona-Pandemie immer mehr Menschen in Deutschland Debit- oder Kreditkarten nutzen. Eine Umfrage der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) ergab, dass sich für gut ein Viertel der Bürger der Weg zum Abheben von Bargeld in den vergangenen drei Jahren verlängert hat, wobei 23 Prozent mehr Geld fürs Abheben bezahlen müssen. 27 Prozent gaben an, dass sie in den vergangenen sechs Monaten mindestens einmal in der Situation waren, nicht bar bezahlen zu können, weil keine Barzahlung möglich war. Die Verbraucherschützer fordern eine europaweite „Akzeptanzpflicht für Bargeld“ und betonen die Bedeutung von Bargeld für die Sicherheit, Privatsphäre und Teilhabe am öffentlichen Leben. Die Zahl der Bankautomaten in Deutschland sinkt, was Probleme bei der Bargeldversorgung mit sich bringt. Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, den Euro als Bargeld zu stärken und einen digitalen Euro einzuführen, doch darüber ist noch nicht entschieden.

Das zunehmende Einschränken von Bargeldzahlungen könnte langfristig weitreichende Auswirkungen auf den Verbraucher und den Markt haben. Einerseits könnte die digitale Wirtschaft und Online-Handel weiter begünstigt werden, da bargeldlose Transaktionen bevorzugt werden. Andererseits könnten bestimmte Verbraucher, die keine oder begrenzten Zugang zu digitalen Zahlungsmitteln haben, von der wirtschaftlichen Teilhabe ausgeschlossen werden, was zu einer ungleichen Marktdurchdringung führen könnte.

Die Einführung von Maßnahmen zur Erweiterung der Bargeldakzeptanz, wie eine europaweite „Akzeptanzpflicht für Bargeld“, könnte langfristig dazu beitragen, die Privatsphäre und wirtschaftliche Teilhabe der Verbraucher zu schützen.

Darüber hinaus könnte die Einführung eines digitalen Euros und die Stärkung des Euro als Bargeld den Weg für eine umfassendere Digitalisierung des Zahlungsverkehrs ebnen und das Vertrauen in digitale Zahlungsmittel stärken, wodurch sich langfristig neue Marktchancen und -entwicklungen ergeben könnten.

Es ist jedoch wichtig, dass diese Entwicklungen sorgfältig überwacht und ausbalanciert werden, um die Vor- und Nachteile von Bargeld sowie digitalen Zahlungsmitteln zu berücksichtigen und eine inklusive Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln zu gewährleisten.

Es ist wichtig, darauf zu achten, dass die Einführung von digitalen Zahlungsmitteln keine nicht-intendierte Folgen hat, und dass die Forschung und Entwicklung in diesem Bereich ausgewogen bleibt. Um in dieser sich schnell entwickelnden digitalen Welt relevant zu bleiben, ist es für alle Akteure im Zahlungsverkehr von entscheidender Bedeutung, sich auf die sich verändernden Bedürfnisse und Präferenzen von Verbrauchern und Märkten anzupassen.

Die Forderung einer „Akzeptanzpflicht für Bargeld“ und die Debatte über die Zukunft des Bargelds sind wichtige, aktuelle Themen, die auf breiter Ebene diskutiert werden müssen, um das Gleichgewicht zwischen den Interessen der verschiedenen Akteure zu wahren und die Bedürfnisse der Verbraucher zu erfüllen.

Den Quell-Artikel bei www.morgenpost.de lesen

Zum Artikel

Tim Meisner

Tim Meisner ist ein angesehener Wirtschaftsexperte und Analyst mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in der deutschen Wirtschaftslandschaft. Durch seine langjährige Tätigkeit in Deutschland hat er ein umfassendes Verständnis für lokale und nationale Wirtschaftsthemen entwickelt. Sein Fachwissen erstreckt sich von Finanzmärkten und Unternehmensstrategien bis hin zu makroökonomischen Trends. Er ist bekannt für seine klaren Analysen und durchdachten Einschätzungen, die regelmäßig in führenden Wirtschaftsmedien zitiert werden.

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert