Am 23. Februar 2026 war Reinhold F. aus Meldorf, Schleswig-Holstein, in einer unangenehmen Situation. Er hatte sein Auto versehentlich mit Benzin statt Diesel betankt, was zu einem motorischen Totalschaden führte. Der Vorfall wurde mit einem Anruf beim ADAC gemeldet, nachdem das Fahrzeug liegen geblieben war. Die Tochter von Reinhold F. informierte den Abschleppdienst über die mögliche Ursache des Problems, was der Pannenhelfer zunächst zu der Einschätzung führte, das Auto könne eventuell weiterfahren, da der Motor wieder ansprang.

Doch die Freude währte nicht lange, denn letztlich stellte sich heraus, dass der Motor durch die Fehlbetankung irreparabel beschädigt war. Die Reparaturkosten belaufen sich auf stolze 5000 Euro, während eine vorherige Reparatur noch für etwa 500 Euro möglich gewesen wäre. Das Auto muss schließlich verschrottet werden. Die Schlichtungsstelle des ADAC benötigt nun Zeit, um den Fall zu bearbeiten.

Fehlbetankung und ihre Folgen

Die Fehlbetankung von Fahrzeugen ist ein häufiges Problem, das kostspielige Reparaturen zur Folge haben kann. Wie der ADAC berichtet, führen solche Fehler oft zu Motorstillstand sowie Schäden an der Einspritzanlage oder der Abgas-Nachbehandlung. Experten raten, bei einer Fehlbetankung sofort den Tankvorgang zu stoppen, die Zündung auszuschalten und den Motor nicht zu starten.

Die häufigsten Gründe für Fehlbetankungen sind die Nutzung von Multi-Dispensern an Tankstellen, wo mehrere Spritsorten angeboten werden, sowie die Tatsache, dass Benzin-Zapfpistolen oft in Dieselfüllstutzen passen. Auch Verwirrungen hinsichtlich Produktbezeichnungen und unzureichende Beschriftungen auf Tankdeckeln können zu solchen Missgeschicken führen. Insbesondere unerfahrene Fahrer oder diejenigen, die Mietwagen fahren, können von diesen Faktoren betroffen sein.

Richtiges Verhalten im Falle einer Fehlbetankung

Im Falle einer Fehlbetankung gibt es mehrere Schritte, die zu beachten sind. Laut einer weiteren ADAC-Analyse sollten Fahrertüren nicht geöffnet und der Motor nicht gestartet werden, um die Kraftstoffpumpe nicht zu aktivieren. Wenn der Motor nicht bereits gelaufen ist, kann das Abpumpen des falschen Kraftstoffs oft eine Lösung sein.

Jedoch, wenn der Motor schon in Betrieb war, kann es zu schwerwiegenden Schäden kommen, da Benzin den Schmierfilm von Diesel entfernt. Besonders ältere Dieselautos ohne Direkteinspritzung können zwar geringe Mengen Benzin überstehen, die meisten modernen Fahrzeuge sind jedoch sehr empfindlich. Zudem stellte der ADAC fest, dass viele neue Dieselmodelle über einen Fehlbetankungsschutz verfügen, wohingegen viele Benziner diesen nicht haben.

Die Kosten für das Abpumpen oder mögliche Reparaturen müssen in der Regel vom Fahrer selbst getragen werden, da die Kfz-Versicherung in den meisten Fällen nicht für solche Schäden aufkommt. Ein sorgfältiges Tanken und das nötige Wissen um die spezifischen Anforderungen des eigenen Fahrzeugs sind daher unerlässlich, um typische Fehler zu vermeiden.