Der Biomilch-Markt zeigt sich stabiler als der konventionelle Milchmarkt, wie Elite Magazin berichtet. Antonia Rees von Bioland hebt hervor, dass die Preise in diesem Segment im Vergleich zu den konventionellen Anbietern konstant geblieben sind. So betrug der Preisrückgang von Dezember auf Januar nur 0,6 ct/kg, was einen durchschnittlichen Preis von 65,7 ct/kg für Biomilch bedeutet. Diese Stabilität steht im Kontrast zu den konventionellen Molkereien, die Preisrückgänge von etwa 3 bis 5 ct/kg verzeichneten.

Die Nachfrage nach Biomilch-Produkten ist im Dezember 2025 gestiegen und die Anlieferungsmenge nahm im Jahr 2025 um 1,3 % zu. Die Gründe dafür sind unter anderem die Verschiebung der Abkalbungen wegen der Blauzungenkrankheit sowie eine gute Grundfutterqualität. Die gesetzlich vorgeschriebene Weidepflicht hat hingegen nicht zu einem signifikanten Rückgang der Bioproduktion geführt.

Preise und Wirtschaftlichkeit im Biomilch-Segment

Im Jahr 2025 erzielte der durchschnittliche Milchpreis für Biomilch einen Rekordwert von 65,6 ct/kg bei einem Fettgehalt von 4,0 % und einem Eiweißgehalt von 3,4 %. Dennoch liegt der Vollkosten-Orientierungspreis bei 69,8 ct/kg, was die Wirtschaftlichkeit der Betriebe belastet. Dr. Hans-Jürgen Seufferlein warnt in diesem Zusammenhang vor der Discount-Spirale im Biomilch-Markt. Trotz dieser Herausforderungen zeigt sich die Perspektive für den Bio-Milchmarkt 2026 positiv, auch wenn eine Abflachung der Anlieferungen erwartet wird.

Die Preissituation ist jedoch nicht einheitlich, da einige Molkereien ihre Preise gesenkt, während andere sie erhöht haben. Der Durchschnittspreis für Bio-Milch zum Jahresende 2025 lag bei 66,3 Cent, mit Spitzenpreisen bis zu 69 Cent, wie Bioland anmerkt. Dabei bieten drei Viertel der Molkereien Preise von 65 Cent und mehr an.

Marktentwicklungen und Herausforderungen

Auf der anderen Seite sind die Preise für konventionelle Milch deutlich gefallen und lagen zuletzt bei 43,3 Cent, was zu einem Abstand von 23 Cent zu den Bio-Preisen führt. Die Auszahlungspreise für Rohmilch variieren regional stark und können, wie ein Bericht von LWK Rheinland-Pfalz aufzeigt, beispielsweise in Rheinland-Pfalz und Hessen 37,00 ct/kg bis zu 45,96 ct/kg betragen. Dies geschieht in einem Umfeld steigender Anliefermengen, was zusammen mit dem Preisdruck im Lebensmitteleinzelhandel und dem Preisverfall am Spotmarkt die Erlöse der Milcherzeuger belasten.

Die hohen Anlieferungsmengen und die steigenden Produktionskosten stellen dabei Herausforderungen für die Rentabilität der Milcherzeuger dar. Der Markt bleibt weiterhin angespannt, selbst wenn erste Stabilisierungstendenzen auf Seiten der Molkereien beobachtet werden. Zuschläge für Nachhaltigkeit, Tierwohl und Logistik spielen eine bedeutende Rolle bei der Preisbildung und könnten künftig einen noch stärkeren Einfluss auf die Erlöse in der Branche haben.