Bitcoin zeigt weiterhin eine hohe Volatilität und fiel vor der Eröffnung der US-Börsen um 1,7 % auf etwa 67.600 USD. Dies geschieht in einem Kontext geopolitischer und makroökonomischer Unsicherheiten, die die Märkte belasten. Insbesondere die steigenden Spannungen im Iran sowie Bedenken hinsichtlich möglicher Zinssenkungen durch die US-Notenbank treiben die Anleger zur Vorsicht. Laut Yahoo Finance ist die Verbindung zwischen Bitcoin und risikobehafteten Technologiewerten offenkundig, was zu einer erhöhten Sensitivität gegenüber den Aktienmärkten führt. Während der Nasdaq-100 um 0,9 % und der S&P 500 um 0,6 % fielen, macht sich ein allgemeiner Pessimismus breit.

In den letzten Wochen zogen Anleger 360 Millionen USD aus US-gelisteten Bitcoin-ETFs ab, und dies markiert bereits die vierte Woche hintereinander mit Nettomittelabflüssen. Der Bitcoin-Kurs hat seit seinem Hoch im Oktober 2025 bei 126.000 USD über 50 % verloren, und Analysten sind der Meinung, dass 60.000 USD eine wichtige kurzfristige Unterstützung darstellen. Bei weiteren negativen Entwicklungen könnte der Kurs sogar auf 50.000 USD fallen. Galaxy Digital prognostiziert, dass Bitcoin eventuell auf etwa 58.000 USD sinken könnte, basierend auf dem 200-Wochen-Durchschnitt.

Steigende Nervosität und Short-Positionen

Der aktuelle Markt zeigt eine extreme Angst, wie der Fear and Greed Index von CryptoQuant mit einem Wert von 10 anzeigt. Diese Nervosität äußert sich auch in der wachsenden Zahl von aggressiven Short-Positionen, die immer mehr Anleger anlocken. Ein Trader konnte in diesem Bereich 7 Millionen USD verdienen. Eine Umfrage unter Fondsmanagern der Bank of America zeigt, dass 50 % der Teilnehmer auf Gold setzen, was als besonders übervoll gilt.

Am 16. Januar erlebte der U.S. Spot Bitcoin ETF einen Nettobetrag von 395 Millionen USD an Abflüssen, was aus einer Defensive und Risikoanpassung der Anleger resultierte. Diese Abflüsse beendeten eine vier Tage andauernde Serie von Zuflüssen und stehen im Zusammenhang mit der geopolitischen Unsicherheit, die insbesondere zwischen den USA und der EU spürbar ist. Laut The Coin Republic gab es vor diesen Abflüssen auch erhebliche Kapitalzuflüsse von insgesamt rund 1,42 Milliarden USD, der stärkste Wert seit Oktober des letzten Jahres.

Langfristige Aussichten und Anlegerverhalten

Trotz der aktuellen Unsicherheiten raten einige Analysten dazu, nicht überstürzt zu handeln, da Bitcoin oft nach Rückschlägen Phasen der seitwärts gerichteten Bewegung zeigt. Langfristige Investoren, die nach wie vor Bitcoin akkumulieren, könnten von den niedrigeren Preisen profitieren, während Bedenken hinsichtlich einer möglichen militärischen Intervention der USA im Iran-Israel-Konflikt bestehen.

On-Chain-Indikatoren deuten auf eine anhaltende Akkumulation durch langfristige Halter hin. Die Preisbewegungen werden auch von Liquiditätszonen beeinflusst, und Analysten erwarten, dass Bitcoin in den kommenden Tagen zwischen 107.000 USD und 102.000 USD schwanken könnte. Anleger sollten die geopolitischen Spannungen sowie deren Entwicklung genau verfolgen, da diese die Marktliquidität und die Preisentwicklung kurzfristig beeinflussen werden.

Insgesamt steht Bitcoin zunehmend unter Druck, und die Unsicherheiten rund um geopolitische Spannungen sowie die allgemeine Marktverfassung könnten die Marktbedingungen weiterhin belasten. Die Volatilität im Bitcoin-Markt wird voraussichtlich anhalten, da sich die Dynamik sowohl bei ETFs als auch im breiteren Kryptomarkt verändert.