Die BMW Group bleibt auf ihrem strategischen Kurs und behauptet ihre Marktposition im dritten Quartal 2025. In der Telefonkonferenz zur Quartalsmitteilung betonte Walter Mertl, Mitglied des Vorstands der BMW AG Finanzen, dass die Kommunikation vom 7. Oktober die Geschäftschancen sowie Marktpotenziale thematisiert. Besonders im Fokus steht der chinesische Markt, dessen Potenzial trotz bestehender Herausforderungen nach wie vor hoch eingeschätzt wird.
Im ersten Halbjahr 2025 bestätigte die Performance die ursprünglichen Planungen, doch die Erwartungen für die zweite Jahreshälfte wurden nicht erfüllt. Statt eines Wachstums in China muss nun mit einer Stabilisierung des Absatzvolumens gerechnet werden. Daher wurden Maßnahmen ergriffen, um die Profitabilität und Liquidität der chinesischen Händler zu unterstützen, während die Konsolidierung des Händlernetzes planmäßig verläuft.
Finanzielle Performance im dritten Quartal
Die BMW Group meldete im dritten Quartal ein Konzernergebnis vor Steuern von über 2,3 Milliarden Euro, was zu einem Gesamtergebnis von über 8 Milliarden Euro bis September führte. Im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres gab es allerdings einen Rückgang von 9,1 Prozent, und für das Gesamtjahr wird ein Rückgang im einstelligen Prozentbereich erwartet. Die EBT-Marge im Konzern lag bei 7,2 Prozent, und die EBIT-Marge im Segment Automobile betrug 5,2 Prozent.
Die Auslieferungen an Kunden im dritten Quartal stiegen um 8,7 Prozent auf 588.140 Einheiten, während der Umsatz im Segment Automobile bei 28,5 Milliarden Euro lag, was einem Plus von 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Eine interessante Entwicklung stellte der Anteil vollelektrischer Fahrzeuge am Gesamtabsatz dar, der nun bei 18 Prozent liegt.
Marktanalyse und Zukunftsausblick
Trotz der positiven Verkaufszahlen gibt es Herausforderungen. Die BMW Group erlebte 2024 einen Rückgang der Verkaufszahlen und des Umsatzes, während die Konkurrenz, wie Mercedes, einen stärkeren Rückgang verzeichnete. Die operative Profitabilität von BMW lag bei etwa 7,7 Prozent und ist höher als 2019, stellt jedoch einen Rückgang im Vergleich zu den langfristigen Werten von 2012 bis 2018 dar. Die neue „Neue Klasse“ soll Innovationen in Elektromobilität und Digitalisierung vorantreiben und als neuer Impuls dienen, ähnlich den Entwicklungen in den 1960er Jahren.
Auch die Verkaufszahlen von BMW-Elektrofahrzeugen stiegen 2024 auf 17,4 Prozent des Gesamtabsatzes. Im internationalen Vergleich bleibt Asien ein wichtiger Absatzmarkt, jedoch hat die Bedeutung im Vergleich zu Europa abgenommen. In China wurden etwa 29 Prozent aller BMW-Fahrzeuge verkauft, allerdings fiel der Anteil seit 2020. Deutsche Hersteller, darunter BMW, kämpfen im E-Fahrzeug-Segment in China, da sie nicht unter den Top 10 der Marktführer vertreten sind.
Für die kommenden Jahre plant die BMW Group, ihre Position im E-Auto-Segment mit der neuen Klasse zu stärken und auf Marktveränderungen proaktiv zu reagieren.
Die Stärke der Bilanz und die betonten konsistenten Renditen für die Stakeholder unterstreichen das langfristige Vertrauen in die BMW Group, während die Herausforderungen, insbesondere in China, weiterhin im Fokus stehen.