Anleger in New York zeigten sich optimistisch und griffen bei Aktien zu, was durch neue Hoffnungen auf Zinssenkungen angetrieben wurde. Die US-Börsen setzten den Aufwärtstrend vom Wochenschluss fort und starteten mit deutlichen Gewinnen in die neue Woche. Insbesondere Technologieaktien waren dabei stark nachgefragt. Der Dow Jones stieg um 0,44 % auf 46.448 Punkte, während der S&P 500 ein Plus von 1,55 % verzeichnete und der Nasdaq gar um 2,69 % zulegte. Der Auswahlindex Nasdaq, von den Anlegern oft als Indikator für den Markt angesehen, stieg um 2,61 % und erreichte neue Höchststände. Alphabet A- und C-Aktien erreichten neue Allzeithochs, während die Marktteilnehmer auf die Äußerungen von Notenbankern reagierten, die die Zinshoffnungen schürten.

Die Unsicherheit über die Nachhaltigkeit eines Zinssenkungstrends innerhalb der US-Notenbank (Fed) bleibt jedoch bestehen. Der neueste US-Arbeitsmarktbericht, der die Beschäftigungssituation im Land beleuchtet, könnte die Hoffnungen auf eine baldige Zinssenkung im Dezember dämpfen. Ein unerwarteter Beschäftigungszuwachs im September von 254.000 neuen Stellen, hauptsächlich in den Sektoren Sozial- und Gesundheitswesen sowie im Gastgewerbe, lässt zwar die makroökonomischen Sorgen etwas abklingen, zeigt jedoch auch mögliche Risiken. Die Arbeitslosenquote sank von 4,2 % auf 4,1 %. Dies deutet laut Experten darauf hin, dass die Amerikaner damit rechnen können, dass die Fed ihre Zinspolitik behutsam angeht.

Marktentwicklung in Deutschland

Der DAX profitierte ebenfalls von der positiven Entwicklung an der Wall Street und stieg um 0,64 % auf 23.239 Punkte, während er zwischen 23.149 und 23.392 Punkten pendelte. Der MDAX zeigte sich noch optimistischer und legte um 1,26 % auf 28.618 Zähler zu. Allerdings fiel der ifo-Geschäftsklimaindex im November um 0,3 Punkte auf 88,1. Ökonomen hatten mit einem Anstieg auf 88,5 Zähler gerechnet, was die Stimmung am Markt trübt.

Ein Haupttreiber für den DAX war der deutliche Anstieg der Bayer-Aktie um rund 11 %, nachdem positive Studiendaten zu Asundexian veröffentlicht wurden. Das Umsatzpotenzial dieses Medikaments liegt bei über einer Milliarde Euro, und das globale Marktpotenzial wird auf etwa drei Milliarden Euro geschätzt. Im Gegensatz dazu war Rheinmetall das Schlusslicht im DAX, beeinflusst von diplomatischen Aktivitäten zur Beendigung des Ukraine-Kriegs. Solche geopolitischen Unsicherheiten könnten langfristig die Investitionsentscheidungen beeinflussen.

Einfluss des Arbeitsmarktes auf die Finanzmärkte

Der robuste US-Arbeitsmarkt hat gravierende Auswirkungen auf die Finanzmärkte und die Zinspolitik. Die jüngsten Arbeitsmarktdaten führten dazu, dass die Kurse von US-Staatsanleihen sanken, während die Renditen stiegen. Während der Kurs zehnjähriger Staatsanleihen auf 4,47 % anstieg, blieb die Arbeitslosenquote stabil, und die Stundenlöhne stiegen stärker als zuvor prognostiziert. Diese Lohnanstiege könnten die US-Notenbank zurückhaltend gegenüber weiteren Zinssenkungen machen, was die Märkte genau beobachten müssen.

Diese Entwicklungen sind nicht nur für die Anleger in den USA von Bedeutung, sondern auch für die globalen Märkte. Der Arbeitsmarkt bleibt ein entscheidender Faktor, der die wirtschaftliche Dynamik beeinflusst und die Politik der US-Notenbank in den kommenden Monaten maßgeblich gestalten wird. Während Präsident Trump die Senkung des Leitzinses fordert, könnte eine solide Beschäftigungslage sowohl für Kontinuität als auch für Unsicherheit hinsichtlich zukünftiger Zinspolitik sorgen.

Für weitere Details zu den aktuellen Entwicklungen in den Finanzmärkten informiert Tagesschau über die Marktbewegungen, während DZ Bank wichtige Erkenntnisse zu den US-Arbeitsmarktdaten liefert.