Im Verlauf der COVID-19-Pandemie, die im März 2020 begann, wurden in Österreich bis zum Jahr 2025 insgesamt 46,6 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt für Hilfsmaßnahmen ausgezahlt. Diese Auszahlungen konzentrierten sich insbesondere auf den Gesundheitsbereich und COVID-19-Garantien. Laut dem Bundesministerium für Finanzen sind die Hilfsmaßnahmen größtenteils im Jahr 2022 ausgelaufen. Im Jahr 2025 kam es bis September zu Rückflüssen in den Bundeshaushalt in Höhe von 3,8 Millionen Euro.
Die größten Maßnahmen der COVID-19-Hilfen beinhalten Unternehmenshilfen durch die COFAG mit 15,8 Milliarden Euro bis Ende Juli 2024 sowie gesundheitsbezogene Maßnahmen in Höhe von 13,0 Milliarden Euro. Auch Corona-Kurzarbeitsbeihilfen und der WKÖ-Härtefallfonds trugen erheblich zur finanziellen Unterstützung bei.
Finanzielle Rückflüsse und Auszahlungen
Die Verteilung der Auszahlungen nach Jahren zeigt, dass 2020 und 2021 die höchsten Beträge ausgezahlt wurden, mit 14,4 Milliarden Euro und 19,0 Milliarden Euro. Für das Jahr 2025 sind die Rückflüsse, die hauptsächlich auf Rückzahlungen in der UG 45 Bundesvermögen zurückzuführen sind, von großer Bedeutung.
Die kumulierten Garantiezahlungen für COVID-19-Haftungen beliefen sich bis Ende September 2025 auf 325,2 Millionen Euro. Bis zu diesem Zeitpunkt lagen die Einzahlungen in den COVID-19-Krisenbewältigungsfonds bei 41,3 Millionen Euro.
Gesundheitliche Auswirkungen der Pandemie
Die COVID-19-Pandemie hatte tiefgreifende Auswirkungen auf die Gesundheitssysteme und die physische sowie psychische Gesundheit der Menschen. Wie die Weltgesundheitsorganisation feststellt, zeigen die meisten Infizierten milde bis moderate Symptome wie Fieber, Husten und Müdigkeit, wobei ernsthafte Symptome wie Atembeschwerden sofortige medizinische Hilfe erfordern.
Besonders besorgniserregend sind die psychischen Auswirkungen, die laut Statista bei Frauen und bildungsfernen Gruppen stark ausgeprägt sind. Über ein Viertel der Bevölkerung gab an, während der Pandemie weniger körperlich aktiv gewesen zu sein, was die Entwicklung nichtübertragbarer Krankheiten begünstigt.
Langfristige Folgen und Herausforderungen
Die Pandemie führte unter anderem zu einem Anstieg der Arbeitsunfähigkeitsfälle, die 2022 um 65 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zunahmen. Die Zahl erkrankter Kinder und Jugendlicher stieg ebenfalls merklich, mit fast 50 Prozent der 7- bis 17-Jährigen, die eine verminderte Lebensqualität angaben.
Darüber hinaus bestehen langfristige Beschwerden wie Long Covid, das Symptome wie chronische Erschöpfung und Gedächtnisprobleme umfasst. Ein Diagnoseschlüssel hierfür wurde Ende 2020 eingeführt, jedoch wurde im Jahr 2021 nur ein geringer Anteil an Arbeitsunfähigkeitsfällen mit Post-Covid-Diagnose registriert. Aktuelle Umfragen zeigen, dass 18,4 Prozent der Befragten, die eine Corona-Infektion überstanden haben, unter den Langzeitfolgen leiden.