Danish Crown hat bekannt gegeben, dass das Unternehmen in die dänische Schweinehaltung investiert. Ziel dieser Investition ist, Anreize für den Bau neuer Schlachtschweineställe zu schaffen. Dazu wird ein neues Stufenmodell für Neubauten eingeführt, das eine Erhöhung der Neubau-Prämien für Landwirte vorsieht. Diese Maßnahmen sollen Landwirten helfen, ihren Betrieb zu modernisieren und die Schweineproduktion in Dänemark zu steigern, berichtet Fleischwirtschaft.

Mit einem klaren Fokus auf die Zukunft plant Danish Crown, die Anzahl der angelieferten Schlachtschweine im kommenden Jahr zu erhöhen. Für das Geschäftsjahr 2025/2026 erwartet das Unternehmen die Lieferung von 8,4 Millionen Schlachtschweinen. In optimistischen Szenarien könnte diese Zahl sogar auf 8,9 Millionen ansteigen, was eine erhebliche Steigerung im Vergleich zur ursprünglichen Schätzung von 7,9 Millionen Schlachtschweinen darstellt. Die Gesamtschlachtkapazität des Unternehmens beträgt derzeit 9,4 Millionen Schweine pro Jahr, wie Nordschleswiger berichtet.

Steigende Preise und Anreize für Landwirte

Im Mai 2025 kündigte Danish Crown eine Preiserhöhung von 1,6 Kronen pro Kilo für Schweine, Sauen und Rinder an. Diese Preisanpassungen ermöglichen es Landwirten, im Durchschnitt 140 Kronen mehr für ein Schlachtschwein und 450 Kronen mehr für ein Schlachtrind zu erhalten. Durch diese Maßnahmen soll nicht nur die Rentabilität der Betriebe gesteigert werden, sondern auch die Attraktivität der Schweinehaltung allgemein erhöht werden.

Die Herausforderung des Schweinebestands in Dänemark ist nicht zu übersehen. Laut aktuellen Berichten haben dänische Erzeuger ihre Sauenherde weiter abgebaut, was sich in einem Rückgang um 88.000 Tiere (7,4 %) auf nun 1,10 Millionen Weibliche Zuchttiere niederschlägt. Der Bestand an trächtigen Tieren verringerte sich um 6,6 % auf 691.000, während die Anzahl der nicht tragenden Sauen um 8,6 % auf 412.000 sank, so Agrarheute.

Stabilisierung in der Produktion

Im Vergleich zur Erhebung im Januar ist die Sauenherde nur um 1,3 % gesunken, was auf eine mögliche Stabilisierung im Markt hindeutet. Diese Stabilisierung wird auf eine Kombination aus gestiegenen Ferkelpreisen und einer verbesserten Wirtschaftlichkeit in der Ferkelerzeugung zurückgeführt. Diese Faktoren könnten entscheidend sein für die zukünftige Entwicklung der dänischen Schweinehaltung und deren Anpassungsfähigkeit an Marktbedingungen.

Insgesamt zeigt sich, dass Danish Crown durch gezielte Investitionen und Anpassungen an den Marktbedingungen nicht nur die eigene Produktionskapazität steigern, sondern auch die Zukunft der dänischen Schweinehaltung sichern möchte.