Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) plant eine umfassende Investition von 100 Millionen Euro in die Frauen-Bundesliga, um die Professionalisierung und Vermarktung des Frauenfußballs in Deutschland voranzutreiben. DFB-Präsident Bernd Neuendorf betont die Dringlichkeit dieser Maßnahmen, um die Frauenliga auf ein konkurrenzfähiges Niveau zu heben und die besten Spielerinnen im Land zu halten. Diese Initiative markiert die größte Investition des DFB seit dem Bau des Campus in Frankfurt, der 180 Millionen Euro in Anspruch nahm.
Ein zentrales Element dieser Strategie ist die Gründung einer eigenen Gesellschaft, die in Zusammenarbeit mit den Klubs agieren soll. Der formelle Gründungsakt der neuen Ligaorganisation ist für den 7. November beim DFB-Bundestag in Frankfurt am Main vorgesehen. Dabei haben Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der DFB GmbH & Co. KG bereits wichtige Eckpunkte eines Wachstumsplans beschlossen.
Ziele der Investition und Strukturreform
Die geplante Investition zielt darauf ab, die Strukturen der Frauen-Bundesliga an die der Männer-Ligen anzulehnen und ein Joint-Venture zwischen DFB und einem neu zu gründenden Ligaverband aufzusetzen. Diese neue Organisation, die als „Frauen-Bundesliga Gesellschaft“ bezeichnet wird, soll sich auf den Betrieb und die Vermarktung der Liga konzentrieren. Heike Ullrich, die bisherige Generalsekretärin, wird eine zentrale Rolle in der Neuausrichtung des Frauenfußballs innerhalb des Präsidiums übernehmen.
Neuendorf hebt hervor, dass die Klubs sich ebenfalls substanziell an dem Investitionsprozess beteiligen sollen, was ein deutliches Zeichen für die gemeinsame Verantwortung in der Professionalisierung des Frauenfußballs ist. Zudem hat der DFB bereits im September 2023 die Weichen für die Neuausrichtung der Liga gestellt, was die kontinuierlichen Bemühungen um die Stärkung des Frauenfußballs unterstreicht.
Erweiterung der Liga und zukünftige Perspektiven
In der aktuellen Saison nehmen erstmals 14 Teams an der Frauen-Bundesliga teil, zuvor waren es nur 12, was den zunehmenden Zuspruch und das wachsende Interesse am Frauenfußball belegt. Als Teil dieser Strategie hat sich der DFB zudem um die Ausrichtung der Fußball-Europameisterschaft 2029 beworben, um die Sichtbarkeit und das Wachstum des Frauenfußballs weiter zu fördern.
Die angekündigten Investitionen und strukturellen Veränderungen zeigen, dass der DFB entschlossen ist, den Frauenfußball in Deutschland nachhaltig zu professionalisieren und auf ein höheres Niveau zu heben. Die Zeit wird zeigen, wie sich diese Maßnahmen auf die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Liga auswirken werden. Mehr Informationen hierzu liefert t-online.de, sowie zdf.de und sport1.de.