Die DHL-Aktie gehört am 5. März 2026 zu den größten Verlierern im DAX. Anleger reagieren empfindlich auf die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten, selbst an einem insgesamt positiven Tag für den deutschen Aktienmarkt. Konzernchef Tobias Meyer betont, dass die Volatilität in der Weltwirtschaft in diesem Jahr anhalten wird. Besonders die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump wird als ein erheblicher Hemmschuh für den Handel in die USA und die US-Exporte angesehen. Diese Entwicklungen hatten 2025 bereits spürbare Auswirkungen auf den globalen Speditionsmarkt, der durch geopolitische Konflikte geprägt war.

Der Umsatz in der Express-Sparte von DHL schrumpfte erheblich, da das Sendungsvolumen in die USA zurückging. Darüber hinaus brach der Umsatz und Gewinn im internationalen Frachtgeschäft ein, was auf niedrige Frachtpreise und eine schwache Konjunktur zurückzuführen ist. Der Gesamtumsatz für 2025 sank um 1,6 % auf 82,9 Milliarden Euro, während der operative Gewinn (EBIT) ein moderates Plus von 3,7 % auf 6,1 Milliarden Euro verzeichnete. Trotz der schwierigen Bedingungen im Markt wurde 2025 ein freier Barmittelzufluss von 3,2 Milliarden Euro erzielt, der die Analystenschätzungen übertraf.

Veränderungen und Strategien

Inmitten dieser Herausforderungen hat DHL auch in den Bereichen Supply Chain Fortschritte erzielt. Der Umsatz im Unternehmensbereich Supply Chain stieg 2025 um 0,5 % auf 17,778 Milliarden Euro, was ohne negative Währungseffekte einen Anstieg von 3,7 % bedeutet. Die positiven Beiträge kamen vor allem aus den Sektoren Life Sciences & Healthcare sowie Engineering & Manufacturing. Dennoch war die Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung und Veränderungen in der US-Handels- und Zollpolitik spürbar und führte zu einer langsamen Geschäftsaktivität und Zurückhaltung bei neuen Kundenverträgen.

Konzernchef Meyer hebt hervor, dass DHL mit einem strategischen Fokus auf Marktanteilsgewinne sowie der Verbesserung von Spezialsegmenten auf diese Herausforderungen reagiert. Die Flexibilität der Abläufe, kombiniert mit gezielten Datenanalysen, trugen zur Sicherung der Funktionsfähigkeit der Lieferketten bei. Dennoch bleibt der Ausblick für 2026 verhalten, da keine wesentliche Verbesserung des weltwirtschaftlichen Umfelds erwartet wird.

Finanzielle Aussichten und der Aktienmarkt

Für 2026 strebt der Konzern ein operatives Ergebnis von über 6,2 Milliarden Euro an, was nur ein geringes Plus im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Analysten hatten im Schnitt höhere Erwartungen von etwa 6,4 Milliarden Euro formuliert. Diese Prognose berücksichtigt die aktuellen wirtschaftlichen Unsicherheiten und berücksichtigt keine Verbesserungen. Die DHL-Aktie fiel zeitweise um über fünf Prozent und erreichte das niedrigste Niveau seit Dezember 2025. Auch ein Stellenabbau von 8.000 Arbeitsplätzen in der Brief- und Paketsparte in Deutschland ist ein Indikator für die anhaltenden Schwierigkeiten, die etwa vier Prozent der Arbeitsplätze in diesem Segment ausmachen.

Der DAX, der nach anfänglichen Verlusten ins Plus drehte, notierte zuletzt bei 24.287 Zählern. Dennoch äußern Analysten Skepsis bezüglich steigender Energiepreise und deren Auswirkungen auf die Inflation und die Märkte, was die Unsicherheiten für die kommenden Monate verstärkt.