Am 13. Februar 2026 wird in Deutschland die AfD als die größte Bedrohung für die Demokratie wahrgenommen. Laut Zeit ist der Druck auf die liberale Demokratie eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Diese Gefahr resultiert nicht nur aus äußeren Einflüssen, sondern vor allem aus internen politischen Kräften, die demokratische Verfahren nutzen, um deren Substanz auszuhöhlen.

Die AfD, die oft als radikale Protestbewegung charakterisiert wird, verfolgt gefährliche Ziele und Ideologien, die territorial auch in anderen demokratischen Systemen Anklang finden. Ähnliche antidemokratische Strömungen sind global verbreitet. In den USA propagieren Persönlichkeiten wie Donald Trump und Peter Thiel ein erhebliches Misstrauen gegenüber demokratischen Institutionen. Derartige Ideologien ignorieren die wesentliche Rolle des Staates in modernen Gesellschaften und stellen die Effektivität demokratischer Ordnungen infrage.

Innere Konflikte und Ideologie der AfD

Die AfD hat sich als eine Mischung aus parlamentarischer und bewegungsorientierter Kraft etabliert. Diese Doppelstruktur sorgt für interne Spannungen, insbesondere zwischen den verschiedenen ideologischen Flügeln der Partei. Der Umgang mit dem Unvereinbarkeitsbeschluss zum Rechtsextremismus zeigt die organisatorischen Probleme, die sich daraus ergeben. Streitigkeiten im Bundesvorstand, etwa über den Parteiausschluss des führenden Mitglieds Björn Höcke, verdeutlichen diese Konflikte. Darüber hinaus gibt es Bedenken hinsichtlich eines Reputationsverlusts im bürgerlichen Teil der Partei, besonders unter ehemaligen Führungspersönlichkeiten wie Jörg Meuthen, dessen Austritt 2022 ein Zeichen für diese Spannungen war.

Laut bpb hält sich die AfD an das Parteienrecht, das einen demokratischen Aufbau der Organisation vorschreibt. Dennoch propagiert die Partei ein plebiszitäres Demokratieverständnis, was sich in regelmäßigen Mitgliederbefragungen und Parteiversammlungen widerspiegelt. Die innerparteilichen Machtverhältnisse haben sich in den letzten Jahren zugunsten radikalerer Kräfte verschoben, was die Organisation zusätzlich destabilisiert.

Globale Herausforderungen für die Demokratie

Die Bedrohungen für demokratische Systeme sind nicht nur ein nationales, sondern ein globales Problem. Auf einer Jahresakademie in Bonn, veranstaltet von der KAAD, wurde vom 22. bis 25. Mai 2025 festgestellt, dass Demokratien weltweit unter Druck autoritärer Tendenzen, sozialer Ungleichheit, Desinformation und geopolitischer Spannungen leiden. Der KAAD-Präsident betonte, dass biografisch fundiertes Erfahrungswissen für die Stärkung der Demokratie unerlässlich ist und dass die Praktiken demokratischer Konflikte mehr als bloße Qualifikationen erfordern.

Ein zentrales Thema war auch die gesellschaftliche Polarisierung und der notwendige Ausbau der Resilienz demokratischer Institutionen. Für demokratische Systeme ist es entscheidend, auf interne Ausschlusslogiken zu achten und partizipative Formen demokratischen Handelns zu fördern. Die Schriftstellerin Dr. Ana María Bonet plädierte dafür, diese Strukturen in der gegenwärtigen politischen Landschaft stärker zu berücksichtigen.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die AfD als antidemokratische Kraft agiert und die Erosionsprozesse der Demokratie, die sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene ablaufen, verstärkt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die politische Landschaft in den kommenden Jahren entwickeln wird und ob die liberale Demokratie den Herausforderungen standhalten kann, die durch Bewegungen wie die AfD angeheizt werden. Ein Erstarken dieser Partei könnte zur Rückkehr autoritärer und ausgrenzender Politiken führen, was die demokratische Ordnung weiter gefährdet.