Dortmund profitiert von einem umfangreichen Investitionsprogramm der nordrhein-westfälischen Landesregierung. Die Stadt erhält fast 360 Millionen Euro, die für die nächsten zwölf Jahre eingeplant sind. Diese Mittel sollen dazu dienen, die Infrastruktur in Dortmund erheblich zu verbessern und verschiedene Bereiche zu fördern. Bei der Präsentation des Programms bezeichnete die CDU-Landtagsabgeordnete Ina Brandes den Tag als positiv für Dortmund. Laut Brandes investiert die Landesregierung so viel wie nie zuvor in die Infrastruktur der Stadt.

Die Mittel sollen insbesondere für die Bereiche Kitas, Schulen, Ganztagsbetreuung, Straßen, Brücken, Radwege, Digitalisierung und Sport eingesetzt werden. Das Ziel dieser Investitionen ist es, spürbare Verbesserungen in der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger zu erreichen und der Stadt mehr Planungssicherheit zu geben. Radio912 berichtet, dass die Stadt Dortmund unter den größten Begünstigten des Programms ist.

Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur

Hintergrund der Finanzspritze ist der „Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur“, welcher das größte Infrastruktur- und Investitionsprogramm in der Geschichte des Landes darstellt. Der Plan sieht Investitionen in Höhe von insgesamt 31,2 Milliarden Euro in den nächsten zwölf Jahren vor. Dabei fließen 21,3 Milliarden Euro, also 68 Prozent des Gesamtbetrags, direkt an die Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Die Landesregierung garantiert den Kommunen zudem die Höhe der GFG-Investitionspauschalen für diesen Zeitraum, was weitere 27,6 Milliarden Euro an Investitionsmitteln bedeutet.

Von den zusätzlichen 10 Milliarden Euro, die in die Infrastruktur des Landes investiert werden, sind 5 Milliarden Euro für Kitas, Schulen und die Ganztagsbetreuung vorgesehen. Weitere 2 Milliarden Euro sollen für energetische Sanierungen kommunaler Liegenschaften und Klimaschutzmaßnahmen verwendet werden. Ministerpräsident Hendrik Wüst stellte den Plan zusammen mit weiteren Minister am 21. Oktober 2025 vor. Finanzverwaltung NRW hebt hervor, dass dieser Plan eine Entlastung für die Kommunen, insbesondere durch die Übernahme von Altschulden, mit sich bringt.

Wichtige Finanzierungsaspekte

Die Finanzierung des Programms erfolgt über mehrere Quellen, darunter 21,2 Milliarden Euro aus dem Infrastruktur-Sondervermögen des Bundes, sowie 1,68 Milliarden Euro an Kompensationsmitteln und 8,4 Milliarden Euro aus Haushaltsmitteln des Landes. Kritiker, darunter die SPD, bezeichnen die Aufstockung der Bundesmittel als „Rechentrick“ und fordern eine höhere Verteilung der Investitionsmittel auf Städte und Gemeinden.

Die Bauindustrie zeigt sich jedoch positiv gegenüber dem Investitionspaket und fordert gleichzeitig eine Beschleunigung der Verfahren und eine Verringerung der Bürokratie. Es bleibt abzuwarten, wie die geplanten Maßnahmen in der Praxis umgesetzt werden und ob die versprochenen Verbesserungen tatsächlich spürbar werden. Tagesschau berichtet von weiteren kritischen Stimmen, insbesondere bezüglich der Nutzung und Zukunft der Mittel nach dem Auslaufen des Sondervermögens.

Mit diesen erheblichen Investitionen soll also nicht nur die Infrastruktur in Dortmund, sondern in ganz Nordrhein-Westfalen erheblich modernisiert und verbessert werden.