In der dynamischen Geschäftswelt Vietnams, insbesondere in der Hafenstadt Hai Phong, spielt die Nutzung elektronischer Rechnungen eine entscheidende Rolle. Die örtlichen Steuerbehörden haben sich darauf spezialisiert, Geschäftsinhaber in dieser Materie zu beraten. Am 17. April wurde bekannt gegeben, dass Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 500 Millionen VND oder weniger weiterhin elektronische Rechnungen nutzen können, ohne zusätzliche Benachrichtigungsverfahren durchlaufen zu müssen. Diese Regelung sorgt für Erleichterung und Transparenz, da die Verpflichtung zur Nutzung elektronischer Rechnungen nur für Firmen mit einem Umsatz von mindestens 1 Milliarde VND gilt.
Trotzdem kursieren Gerüchte, die Kleinunternehmen dazu drängen, auf die Nutzung elektronischer Rechnungen zu verzichten, und mit Strafen drohen. Die Steuerbehörde hat klargestellt, dass nur rechtmäßig ausgestellte Rechnungen Verwendung finden sollten. Ein Verbot, das gewerbliche Nutzer zur Einstellung der Nutzung elektronischer Rechnungen zwingt, ist nicht zulässig. Vielmehr wird den betroffenen Kommunen geraten, fehlerhaft ausgestellte Bescheide zu überprüfen und gegebenenfalls aufzuheben, um das Vertrauen in das System zu stärken.
Änderungen der E-Invoicing-Vorschriften
Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass am 20. März ein neues Dekret zur Änderung der nationalen E-Invoicing-Verordnung veröffentlicht wurde, das am 1. Juni 2025 in Kraft tritt. Diese Änderungen erweitern den Kreis der Unternehmen, die elektronische Rechnungen verwenden dürfen, und schließen auch nicht ansässige Lieferanten im E-Commerce ein. Dazu zählen auch Einzelunternehmen und Haushalte, die Dritte mit der Ausstellung elektronischer Rechnungen beauftragen können. Diese Neuerungen sind Teil der Bestrebungen, das Steuersystem zu modernisieren und an die digitale Wirtschaft anzupassen.
Exportverarbeitende Unternehmen müssen je nach Steuererklärungsmethode elektronische Verkaufs- oder Mehrwertsteuerrechnungen verwenden. Wichtig ist, dass Rechnungen für ausgeführte Waren bis zum nächsten Werktag nach Zollabfertigung ausgestellt werden müssen. Diese präzisen Regelungen zielen darauf ab, den Zeitpunkt der Rechnungsausstellung in verschiedenen Sektoren zu vereinheitlichen und frühere Bestimmungen über tägliche oder monatliche Rechnungsstellung abzuschaffen. Zudem müssen Rechnungen persönliche Identifikationsnummern der Käufer oder Codes staatlicher Einheiten enthalten.
Transparenz und rechtliche Vorgaben
Die Änderungen betreffen auch die Regeln für die Berichtigung und den Ersatz von elektronischen Rechnungen. Die bisherige Stornierungsregelung wird abgeschafft, und der Umfang der verbotenen Handlungen wird auf die Nichtübermittlung elektronischer Daten an die Steuerbehörden sowie auf Rechnungsfälschung ausgeweitet. Diese Maßnahmen sollen die Integrität des Steuersystems stärken und die Transparenz in der Geschäftstätigkeit fördern.
Insgesamt zielt die neue Regelung darauf ab, den Geschäftsalltag der Kleinunternehmer zu erleichtern und gleichzeitig sicherzustellen, dass alle steuerlichen Vorschriften eingehalten werden. Die Steuerabteilung ist aktiv dabei, praktische Probleme zu sammeln, um die Vorschriften weiter zu verbessern und die Transparenz in der Produktion sowie den Geschäftstätigkeiten von Kleinunternehmerfamilien zu fördern. Diese Entwicklungen sind ein Schritt in die richtige Richtung, um die Herausforderungen der digitalen Wirtschaft zu meistern und die Wettbewerbsfähigkeit der vietnamesischen Unternehmen zu stärken.