Die ERGO Versicherung steht vor einer umfassenden strategischen Neuausrichtung, die stark auf den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) und ein internationales Wachstum fokussiert ist. Nach Angaben von ver.di sorgt dies jedoch für Unsicherheiten unter den Beschäftigten. Rund 17.000 Mitarbeiter sind betroffen, da ERGO plant, etwa 1.000 Stellen abzubauen, insbesondere durch die Automatisierung in der Kundenbetreuung.

Am 18. Februar 2026 wurde daraufhin ein neuer Sozialer Ordnungsrahmen mit ver.di unterzeichnet, der betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2030 ausschließt. Diese neue Vereinbarung ersetzt die seit 2021 geltende Regelung und umfasst wichtige Regelungen zum Schutz der Standorte sowie zur Ausbildung und Qualifizierung der Mitarbeitenden.

Transformation durch Digitalisierung

Wir leben in Zeiten, in denen KI sich von einem futuristischen Konzept zu einem unverzichtbaren Werkzeug für Unternehmen entwickelt hat. Laut hth-computer optimiert KI Prozesse, beschleunigt Entscheidungen und eröffnet neue Geschäftsmodelle. Große Unternehmen und Start-ups erkennen zunehmend die Vorteile, die mit dem Einsatz von KI-Techniken verbunden sind, und versuchen, ihre Produktivität und Innovationskraft zu steigern.

In Deutschland setzen Unternehmen auf KI, um Wettbewerbsvorteile zu sichern. Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig und reichen von Chatbots im Kundenservice bis hin zu vorausschauender Wartung in der Produktion. Künftige Entwicklungen in der KI-Technologie, wie Fortschritte in der Spracherkennung und Bildverarbeitung, werden weiterhin das Potenzial bieten, die Effizienz und Entscheidungsqualität in Unternehmen zu verbessern.

Auswirkungen auf Beschäftigte und Arbeitsgestaltung

Die Transformation in der Arbeitswelt bringt nicht nur Chancen, sondern auch Herausforderungen mit sich. baua.de hebt hervor, dass KI die Anforderungen an den Arbeits- und Gesundheitsschutz verändert. Algorithmisches Management (AM) ist ein Beispiel für den Einsatz automatisierter Systeme zur Unterstützung von Managementfunktionen, wobei die Fairness und Transparenz dieser Systeme kritisch hinterfragt werden müssen.

Künftig gelte es, Arbeitsbelastungen durch KI menschzentriert zu gestalten. KI-Anwendungen haben das Potenzial, repetitive Aufgaben zu erleichtern und individuelle Unterstützung zu bieten. Bei guter Gestaltung können solche Systeme sogar dazu beitragen, die Arbeitsintensität zu senken und neue Belastungen für Beschäftigte zu vermeiden.

Deniz Kuyubasi von ver.di betont die Notwendigkeit, feste soziale Leitplanken während dieser Transformation zu etablieren, um die sozialen Absicherungen zu gewährleisten. Die neue Vereinbarung bei ERGO zählt zu diesen Leitplanken und soll dazu beitragen, die Unsicherheiten, die mit der geplanten Neuausrichtung eintreten, zu mindern.

Insgesamt zeigt sich, dass die Integration von KI nicht nur eine technische Herausforderung darstellt, sondern auch ethische und soziale Überlegungen einfordert. Unternehmen stehen vor der Aufgabe, klare Strategien für den Einsatz von KI zu entwickeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben und gleichzeitig die Belange ihrer Beschäftigten zu berücksichtigen.