In der Finanzwelt zeigen sich derzeit positive Signale. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial startete vorbörslich am 20. Oktober 2025 mit 6.664,01 Punkten, was einem Anstieg von 0,53% entspricht. Auch der Nasdaq 100 konnte auf 6.696,88 Punkte zulegen, ein Plus von 0,49%. Diese Entwicklungen korrelieren mit einer optimistischen Stimmung unter Anlegern in New York, insbesondere nach beruhigenden Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zum Handelsstreit mit China. Handelsgespräche zwischen dem US-Finanzminister Scott Bessent und dem chinesischen Vizepremier He Lifeng sind für diese Woche in Malaysia geplant, was ebenfalls zu einer Erholung der Märkte beiträgt.
Zusätzlich erwarten Analysten von JPMorgan in der Berichtssaison zum dritten Quartal positive Überraschungen, insbesondere von den sogenannten „Magnificent Seven“, den großen Technologiekonzernen, die von einem Boom in der Künstlichen Intelligenz (KI) profitieren dürften. Diese Unternehmen könnten ein Gewinnwachstum von bis zu 15% verzeichnen. Unter den Technologiewerten erwartet Tesla ein Kursplus von 1,1% auf rund 444 US-Dollar und bewegt sich weiter in einer Konsolidierungsspanne, nachdem die Aktien im Dezember 2024 ihren Höchststand bei 488 US-Dollar erreicht hatten.
US-Exportkontrollen für KI-Technologie
Der Handlungsrahmen rund um Künstliche Intelligenz wird auch durch neue Exportregulierungen der US-Regierung unter der Biden-Administration beeinflusst, die im Januar 2025 zur Anwendung kommen. Diese Vorschriften zielen darauf ab, die nationale Sicherheit zu schützen und sind Teil eines umfassenderen Handelskriegs, insbesondere gegen China. Die Regelungen beschränken den Zugang zu Schlüsseltechnologien wie KI-Modellen und Hochleistungsprozessoren für Länder, die als Bedrohung für die USA gelten. Verbündete Länder erhalten jedoch Ausnahmen, solange sie eine sichere Nutzung garantieren können.
Diese neuen Exportkontrollen haben weitreichende Auswirkungen auf den globalen Handel und die Technologiebranche. Die Komplexität der Maßnahmen könnte europäische Unternehmen erheblich belasten, da sie Gefahr laufen, rechtliche Probleme und Bußgelder bei Exporten in sanktionierte Länder zu riskieren. Dies könnte die europäischen Unternehmen in eine schwierige Lage bringen, wenn sie zwischen den Interessen der USA und Chinas balancieren müssen. Die Abschottung von US-Technologie könnte die transatlantischen Beziehungen belasten und die globalen Lieferketten stören.
Änderungen unter der Trump-Regierung
Unterdessen plant die Trump-Regierung, die ursprünglich von der Biden-Administration beschlossenen Exporteinschränkungen für KI-Technologien nicht umzusetzen. Eine Sprecherin des Handelsministeriums erklärte, dass die Maßnahmen zu komplex seien und zu einer Behinderung amerikanischer Innovationen führen könnten. Anstelle der bisherigen Regelungen wird eine einfachere, aber strengere Regulierung angestrebt. Diese Änderungen könnten den Druck auf Länder wie China erhöhen und gleichzeitig den amerikanischen Technologiefirmen zugutekommen, die sich gegen die restriktiven Maßnahmen ausgesprochen haben.
Ein wesentlicher Kritikpunkt galt den geplanten Handelsbeschränkungen, die Hochleistungschips für KI und die entsprechenden Modelle von wesentlicher Bedeutung sind. Der Halbleiterhersteller Nvidia begrüßte die Entscheidung, was zu einem Anstieg der Unternehmensaktien um 3,1% führte. Deutschland und andere verbündete Länder wären von den vorherigen Restriktionen ausgenommen gewesen, was eine Möglichkeit geschaffen hätte, Handelsbeziehungen zu stabilisieren.
Die Entwicklung der Exportkontrollen und die Diplomatie zwischen den USA und China stehen im Mittelpunkt der globalen Handelsdynamik, während die Finanzmärkte auf die nächsten Schritte reagieren. Die kommenden Gespräche und wirtschaftlichen Entscheidungen werden wegweisend sein für die zukünftige Handelslandschaft.