Im Jahr 2026 wird die Feuerwehr Brandenburg an der Havel ihren Modernisierungskurs fortsetzen, um die Einsatzfähigkeit und Sicherheit deutlich zu erhöhen. Geplante Maßnahmen umfassen sowohl umfassende Beschaffungen als auch technische Erneuerungen sowie die Einführung neuer Regelungen. Dabei steht die Stärkung des Brandschutzes, der Hilfeleistung und des Rettungsdienstes in der gesamten Stadt und den Ortsteilen im Fokus. Stadt Brandenburg berichtet, dass eine Ausschreibung für ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 (HLF 20) in Vorbereitung ist. Diese Ausschreibung zielt darauf ab, die Fahrzeugflotte zu erneuern und die langfristige Einsatzbereitschaft der Feuerwehr zu sichern.

Bereits im ersten Halbjahr 2026 wird die Feuerwehr ein HLF 20 aus der Landesbeschaffung des Landes Brandenburg erhalten. Darüber hinaus sind für August 2026 weitere Übergaben geplant. Hierzu gehört ein neues Tanklöschfahrzeug mit einem Löschwassertank von 4.000 Litern sowie ein Abrollbehälter Löschwasser mit einem Volumen von 12.000 Litern, die beide entscheidend zur Verbesserung der Wasserversorgung bei Brandeinsätzen beitragen werden.

Erweiterung der Rettungsdienste

Im ersten Quartal 2026 wird die Feuerwehr zudem vier neue Rettungswagen in Dienst stellen, die die Verfügbarkeit im Rettungsdienst deutlich erhöhen sollen. Dies steht im Zusammenhang mit der technischen Absicherung der Feuerwache und der Regionalleitstelle, für die im Januar 2026 der Einbau einer neuen unterbrechungsfreien Stromversorgung abgeschlossen wurde. Diese Maßnahme verbessert die Sicherheit und Funktionalität der Einsatzkräfte bei Stromausfällen.

In diesem Jahr treten auch neue Gebührenordnungen für den Rettungsdienst und die Feuerwehr in Kraft. Diese gehen einher mit dem Ziel, eine rechtssichere Grundlage für die Abrechnung von Leistungen zu schaffen, wodurch die finanzielle Transparenz und Effizienz in der Verwaltung der Feuerwehr erhöht wird.

Ausschreibung für HLF 20 in Wuppertal

In einer weiteren wichtigen Entwicklung hat die Stadt Wuppertal eine Rahmenvereinbarung zur Neubeschaffung von bis zu sieben HLF 20 Hilfeleistungslöschfahrzeugen ausgeschrieben. Ausschreibungen Deutschland beschreibt, dass diese Ausschreibung eine bedeutende Investition in die Feuerwehrdarstellung der Stadt darstellt. Es wird die Beschaffung von vier bis sieben Fahrgestellen einschließlich Innenausbau, Funkanlagen und der notwendigen technischen Beladung angestrebt. Optional können bis zu drei weitere Fahrzeuge bis zum 30. Juni 2026 angefordert werden.

Die geschätzten Kosten für diese Rahmenvereinbarung belaufen sich auf etwa 4,7 Millionen Euro. Die neue Fahrzeugflotte soll zeitnah zum Einsatz kommen, um den steigenden Anforderungen bei den Einsätzen gerecht zu werden. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Qualität der Beladung und Ausstattung gelegt, um die Sicherheit der Einsatzkräfte und die Effektivität der Einsätze zu erhöhen.

Deutsche Brandstatistik und ihre Bedeutung

Parallel zu den Investitionen und Ausschreibungen ruft die Deutsche Feuerwehrverband (DFV) gemeinsam mit Partnerorganisationen dazu auf, an der Deutschen Brandstatistik mitzuwirken. Feuerwehr UB informiert, dass die Statistik eine wichtige Datenerhebung zu Gebäudebrandeinsätzen darstellt und darauf abzielt, belastbare Daten für die Verbesserung des Brandschutzes zu liefern. Im Rahmen dieser Initiative werden Daten in einer zentralen Datenbank anonym erfasst, um die Erkennung von Einsatzschwerpunkten und die Verbesserung der Brandbekämpfung zu unterstützen.

Die Erfassung der Daten dauert nur wenige Minuten und bietet nicht nur Einsichten in die Brandursachen, sondern hilft auch, strategische Maßnahmen im Brandschutz zu erarbeiten. Die ersten Ergebnisse zeigen beispielsweise, dass Küchenbrände einen hohen Anteil an Wohnungsbränden haben und dass eine erhöhte Branddynamik im Holzbau spezielle Löschmaßnahmen erfordert.

Diese vielfältigen Maßnahmen und Initiativen verdeutlichen, wie wichtig kontinuierliche Investitionen und Datenanalyse im Bereich Brandschutz und Rettungsdienst sind, um den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden.