Die Modernisierungs- und Erweiterungsphase der Großsporthalle Geistal in Bad Hersfeld ist abgeschlossen. Nach umfangreichen Renovierungen erstrahlt die Sporthalle jetzt in neuem Glanz. Die Sanierung brachte Gesamtkosten von 3,4 Millionen Euro mit sich, die vom Landkreis Hersfeld-Rotenburg seit 2020 getragen wurden. Im Fokus der Arbeiten stand die energetische, technische und funktionale Verbesserung der Halle, die eine zentrale Rolle für Schulen und Vereine im Landkreis spielt.
Die Großsporthalle bietet Platz für bis zu 800 Zuschauer bei Sportveranstaltungen und wurde nun mit verschiedenen modernen Einrichtungen ausgestattet. Der Eingangsbereich wurde aufgestockt und beherbergt jetzt eine neue Lüftungszentrale mit Wärmerückgewinnung sowie einen Multifunktionsraum und einen Fitnessraum. Darüber hinaus wurden zusätzliche Technikflächen mit einer Fläche von etwa 275 Quadratmetern geschaffen.
Komplette Erneuerung der Haustechnik
Die gesamte Lüftungs-, Heizungs- und Beleuchtungstechnik wurde erneuert, um den heutigen Anforderungen an Energieeffizienz gerecht zu werden. Die Halle wird nun durch energieeffiziente Deckenstrahlheizbänder beheizt, und ein modernes Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung sorgt für ein optimales Raumklima. Die Beleuchtung wurde auf energieeffiziente LED-Technik umgestellt.
Der alte Dachstuhl wurde ebenfalls durch ein neues Flachdach ersetzt, das mittels Mineralwolldämmung eine verbesserte Isolierung bietet. Zusätzlich erhielten die Umkleiden ein neues Pultdach in Holzbauweise. Auch die Entwässerung, Attika und der Giebel der Halle wurden erneuert und modernisiert. Die Sanitär- und Umkleidebereiche sind nun mit neuen Oberflächen, Lüftungssystemen und LED-Beleuchtung ausgestattet.
Ein wichtiger Aspekt der Renovierungen war die Ertüchtigung der Brandschutzbauteile im gesamten Gebäude, um den aktuellen Sicherheitsanforderungen zu entsprechen. Für die energetische Sanierung von Dach und Haustechnik konnten Fördermittel in Höhe von etwa 386.700 Euro bewilligt werden, was die Bedeutung staatlicher Unterstützung für solche Projekte unterstreicht.
Förderprogramme im Überblick
Die Modernisierung der Großsporthalle Geistal ist ein Beispiel für die effektive Nutzung des Bundesprogramms zur Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur. Dieses Programm besteht seit 2016 und hat zum Ziel, den Sanierungsstau bei sozialen Infrastrukturen abzubauen. Bis zum Jahr 2021 wurden bereits 904 Projekte mit rund 1,5 Milliarden Euro gefördert.
Im Rahmen der Fördermittel des Klima- und Transformationsfonds wird der Fokus auf energetische Sanierungen gelegt, um die Klimaziele zu erreichen. Aktuell stehen für die Förderrunden 2022 und 2023 insgesamt etwa 645 Millionen Euro zur Verfügung, und 222 Projekte wurden bereits ausgewählt. Die Modernisierung der Großsporthalle Geistal trägt in diesem Kontext ebenso zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen bei.
Zusätzlich wurde am 16. Oktober das neue Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ veröffentlicht, das weitere 333 Millionen Euro zur Verfügung stellt. Dieses Programm konzentriert sich gezielt auf die bauliche Sanierung und Modernisierung von Sporthallen, Freibädern und Sportplätzen. Die Mindestförderhöhe beträgt 250.000 Euro und Projekte können bis zu 8 Millionen Euro erhalten, was die finanziellen Möglichkeiten für Kommunen erheblich erweitert.
Einbindung von Ländermitteln und Antragsverfahren sind ebenfalls Teil der Diskussionen und die tatsächliche Umsetzung dieser Förderprogramme ist von großer Bedeutung, um den Bedarf an modernen und sicheren Sportstätten zu decken. Anja Csenar, Fachbereichsleiterin, hebt die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten bei der Renovierung hervor, was den Erfolg des Projektes maßgeblich beeinflusst hat.
Insgesamt zeigt die Sanierung der Großsporthalle Geistal, wie wichtig Investitionen in die kommunale Infrastruktur sind und welche positiven Effekte sie für die Gemeinschaft und den Sport haben können.