Mit dem Hessengeld hat die hessische Landesregierung ein Förderprogramm ins Leben gerufen, das Bürgerinnen und Bürger beim Erwerb ihrer ersten selbstgenutzten Immobilie unterstützt. Ministerpräsident Boris Rhein erklärte, dass bereits 14.800 Haushalte von dieser unbürokratischen Hilfe profitiert haben, die darauf abzielt, den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Das insgesamt bewilligte Volumen des Hessengeldes beläuft sich mittlerweile auf fast 230 Millionen Euro, was zeigt, dass das Interesse an dieser Förderung weiterhin groß ist. Rhein betont die Rolle der eigenen Immobilie als Stabilitätsfaktor und Investition in die Zukunft.

Finanzminister Professor Dr. R. Alexander Lorz hebt zudem hervor, dass mit 132,6 Millionen Euro (etwa 58 % der bewilligten Gelder) vor allem Familien unterstützt werden. Angesichts der stark steigenden Immobilienpreise stellt das Hessengeld eine bedeutende Hilfe für den Kauf von selbstgenutzten Wohnräumen dar. Im Rahmen der letzten Auszahlung erhielten 2.281 Erstbezieher insgesamt 3,61 Millionen Euro, während weitere 1.476 Personen ihre zweite von zehn Raten in Höhe von 2,37 Millionen Euro erhalten haben.

Details zur Förderung

Das Hessengeld gilt seit dem 1. März 2024, rückwirkend für selbstgenutzte Immobilien, sowohl Neubauten als auch Bestandsimmobilien. Förderberechtigt sind natürliche Personen, die zum ersten Mal eine Immobilie zur Selbstnutzung erwerben und keine bereits vorhandenen Immobilien besitzen. Wichtig ist, dass Käufer, die vor diesem Stichtag eine Immobilie erworben oder erhalten haben, keinen Anspruch auf die Förderung haben.

  • Bis zu 10.000 Euro pro Person für Haushalte mit bis zu zwei Erwachsenen.
  • Maximal 20.000 Euro für Paare.
  • Zusätzliche 5.000 Euro für jedes unter 18 Jahre alte Kind.

Die Förderung ist auf die tatsächlich gezahlte Grunderwerbsteuer begrenzt und die Beantragung erfolgt über die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank). Dazu müssen verschiedene Unterlagen, darunter ein notarieller Kaufvertrag und amtliche Identitätsnachweise, eingereicht werden. Nach Prüfung der Unterlagen wird die Auszahlung in zehn gleichen Jahresraten vorgenommen.

Positive Auswirkung auf den Wohnungsbau

Wirtschafts- und Bauminister Kaweh Mansoori betonte, dass das Eigentum an einer Immobilie für viele Menschen ein zentrales Lebensziel darstellt. Das Hessengeld wolle allen Menschen in Hessen, insbesondere Normalverdienenden und jungen Familien, die Chance geben, sicher und selbstbestimmt zu wohnen, unabhängig von ihrem Einkommen. Auch der Erwerb von Baugrundstücken wird gefördert, sofern darauf eine Wohnimmobilie errichtet wird.

Beispielsweise könnte ein Paar, das ein Haus für 650.000 Euro kauft und dafür 39.000 Euro Grunderwerbsteuer zahlt, eine maximale Förderung von bis zu 30.000 Euro erhalten – also 10.000 Euro pro Person plus 5.000 Euro für jedes minderjährige Kind. Diese Initiative zeigt, wie wichtig die Unterstützung für neu angehende Immobilienbesitzer in Hessen ist.

Das Hessengeld stellt somit eine wichtige Maßnahme dar, um den Wohnungsbau und die Altersversorgung zu fördern, während gleichzeitig junge Familien und Normalverdienende beim Schritt ins Wohneigentum unterstützt werden. Hessen.de berichtet, dass die Initiative dazu beiträgt, Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen, während imaxx.de weitere Details zur Förderung bereitstellt.

Mit diesen Maßnahmen zeigt die hessische Landesregierung, dass sie an der Seite der Menschen steht, die sich den Traum vom Eigenheim verwirklichen möchten.