Viele Menschen empfinden Immobilien als unerschwinglich, doch zahlreiche Angestellte zeigen, dass mit gezieltem Ansatz auch mit bescheidenem Eigenkapital der Einstieg in den Immobilienmarkt möglich ist. Laut Focus können sie bereits mit 20.000 Euro Eigenkapital in Immobilien investieren. Voraussetzung ist oft ein regelmäßiges Einkommen von etwa 2.500 Euro netto sowie eine Eigenkapitalquote von 10 bis 20 Prozent, um beispielsweise die Finanzierung einer kleinen Eigentumswohnung zu realisieren.

Gerald Hörhan, auch bekannt als „Investmentpunk“, hat es geschafft, ein Immobilienvermögen von über 60 Millionen Euro aufzubauen. Er ermutigt Normalverdiener dazu, frühzeitig in Immobilien zu investieren, da dies den Zinseszinseffekt entfaltet und Sicherheit in guten Lagen mit stabilen Preisen bietet. Bei der Immobilienwahl sind Faktoren wie stabile Nachfrage, realistische Mieteinnahmen, geringe Instandhaltungskosten und eine solide Bruttomietrendite entscheidend.

Berechnung der Rendite

Die Mietrendite ist ein zentrales Kriterium beim Investieren in Immobilien. Diese kann durch verschiedene Rechnungen konkretisiert werden. Ein Beispiel für eine Eigentumswohnung in einer Großstadt zeigt, dass bei einem Kaufpreis von 350.000 Euro und jährlichen Mieteinnahmen von 18.000 Euro eine Bruttomietrendite von 5,14 Prozent erzielt werden kann, während die Nettomietrendite 4,29 Prozent beträgt, wenn man die jährlichen Nebenkosten von 3.000 Euro abzieht. Für ein Mehrfamilienhaus auf dem Land mit einem Kaufpreis von 600.000 Euro und jährlichen Mieteinnahmen von 36.000 Euro ergibt sich eine Bruttomietrendite von 6 Prozent sowie eine Nettomietrendite von 5 Prozent, wenn man Betriebskosten von 6.000 Euro berücksichtigt. Diese Zahlen verdeutlichen den Einfluss des Standorts auf die Rendite, wobei ländliche Immobilien oftmals höhere Brutto- und Nettomietrenditen bieten, während städtische Immobilien eine höhere Wertstabilität und bessere Wiederverkaufsmöglichkeiten haben, wie Baufi Deutschland detailliert beschreibt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Berechnung der Mietrendite ist der Zustand der Immobilie. Laut Finanztip können sanierte Wohnungen anfangs geringere Instandhaltungskosten aufweisen als unsanierte Altbauwohnungen. Auch der Kaufpreis spielt eine bedeutende Rolle: Ein um 5 bis 10 Prozent niedrigerer Kaufpreis steigert die Mietrendite erheblich. Zudem sollten die Mieterhöhungsmöglichkeiten sowie die Lage der Immobilie bedacht werden, da höhere Kaufpreise in gefragten Lagen oft mit einem geringeren Risiko für Leerstand verbunden sind. Im Gegensatz dazu können Immobilien in weniger gefragten Lagen höhere Renditen bieten, aber auch ein höheres Risiko für Mietausfälle mit sich bringen.

Steuerliche Vorteile und Risiken

Angestellte haben die Möglichkeit, verschiedene steuerliche Vorteile zu nutzen, wie beispielsweise die Absetzbarkeit von Kosten für Zinsen, Reparaturen und Verwaltungskosten. Diese Aspekte sind entscheidend für die effektive Berechnung der Rendite, da sie die Nettorendite nach Steuern verbessern können. Die steuerlichen Rahmenbedingungen, wie die Werbungskosten und die Abschreibung (AfA), spielen bei der Rentabilität von Immobilieninvestitionen ebenfalls eine wesentliche Rolle.

Zusammengefasst bieten Immobilieninvestitionen durchaus Chancen für Angestellte mit kleinem Gehalt, sofern sie strukturiert und mit einer nüchternen Kalkulation angegangen werden. Ein überlegtes Handeln ist entscheidend, um die Vorteile der Immobilien als Kapitalanlage zu realisieren und die Risiken realistisch einzuschätzen. Wer nicht handelt, bleibt Mieter und verpasst die Möglichkeit zur finanziellen Unabhängigkeit.