Das Deutsche Hypo Immobilienklima hat im Februar 2026 einen Rückgang um 3,2 Prozent auf 90,6 Punkte verzeichnet. Dies ist bereits der dritte Rückgang in Folge, wie immobilienmanager.de berichtet. Besonders besorgniserregend ist die Entwicklung des Investment- und Ertragsklimas, das um 3,7 Prozent auf 88,8 Punkte beziehungsweise um 2,5 Prozent auf 92,5 Punkte gefallen ist.
Von den verschiedenen Teilklimata schnitt das Handelsklima mit einem Rückgang von 8,3 Prozent auf 78,1 Punkte am schlechtesten ab. Auch das Logistikklima büßte 4,1 Prozent ein und fiel auf 98,6 Punkte, während das Wohnklima um 2,2 Prozent auf 142,9 Punkte gesenkt wurde, bleibt jedoch in der Spitzenposition. Das Hotelklima fiel ebenfalls um 2,4 Prozent auf 103,3 Punkte und das Büroklima stagnierte bei 73,6 Punkten.
Marktstimmung und Unsicherheiten
Die Marktteilnehmer beschreiben die derzeitige Lage als eine Phase der strukturellen Stabilisierung, das allgemeine Sentiment bleibt jedoch gedämpft. José Luis Calderón Martinez, Leiter der Zentralakquisition sowie der Geschäftsstellen in Berlin und Hannover bei Deutsche Hypo Nord/LB Real Estate Finance, hebt die Unsicherheiten auf dem Markt hervor. Geopolitische Spannungen und regulatorische Anpassungen erschweren Investitionsentscheidungen und erhöhen die Komplexität von Transaktionen.
Trotz dieser Herausforderungen zeigen sich erste Anzeichen einer Verbesserung der Rahmenbedingungen für Transaktionen. Diese Fortschritte sind jedoch mit einem Aktivitätsniveau verbunden, das immer noch unter den langfristigen Durchschnittswerten liegt. Calderón Martinez betont die Notwendigkeit, die strategische Entwicklung der Immobilienbestände zu priorisieren, um den aktuellen Herausforderungen zu begegnen.
Branchenevents und Ausblick
In diesem Kontext gewinnen branchenspezifische Veranstaltungen wie der immobilienmanager-Award und die Mipim an Bedeutung, da sie als Plattformen für Orientierung und Austausch zwischen den Marktakteuren dienen. Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft wird der Immobilienmarktbericht Deutschland 2025 im Dezember 2025 veröffentlicht. Dieser Bericht wird Ergebnisse der Jahre 2023 und 2024 enthalten und wichtige Trends und Analysen für die Branche liefern.
Zusätzlich hat das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) ein neues Dashboard erstellt. Dieses bietet umfassende Informationen zu Kaufpreisen, Geldumsätzen und Transaktionszahlen für Wohnimmobilien. Interaktive Karten und Diagramme ermöglichen es, die Daten regional anschaulich darzustellen. Die Grundlage dieser Analysen bilden anonymisierte Informationen aus notariellen Kaufverträgen, die die Gutachterausschüsse gemäß § 195 BauGB führen.
Insgesamt bleibt der Immobilienmarkt in einem Spannungsfeld zwischen Stabilisierung und Unsicherheiten, während weitere Berichte und Analysen zur Klärung der künftigen Entwicklung der Branche beitragen sollen.