Am 13. März 2026 äußert sich André Zücker, Co-CEO von KGAL, zu den aktuellen Entwicklungen im Immobilienmarkt. Er beschreibt die Veränderungen als strukturellen Wandel und nicht als zyklische Erholung. Laut Zücker ist die Hoffnung auf eine Rückkehr zu alten Büroauslastungen eine Illusion. Die Investitionen konzentrieren sich zunehmend auf Prime Office Räumlichkeiten in großen Städten, die von Wachstum und Nachfrage geprägt sind.
Die Notwendigkeit mancher Büros wird grundsätzlich in Frage gestellt, unabhängig vom Baujahr. Zücker betont, dass Faktoren wie Lage, Ausstattung, Qualität und Aufenthaltsattraktivität entscheidend für die zukünftige Nutzung von Büroimmobilien sind. Gleichzeitig bleiben Wohnimmobilien eine stabile Anlageklasse, auch wenn der Druck auf offene Fonds spürbar ist. Der Mangel an altersgerechten Wohnungen in Deutschland ist ein weiteres Thema, das die Immobilienbranche beschäftigt.
Herausforderungen und Strategien für die Zukunft
Zücker kritisiert die pauschale negative Bewertung offener Immobilienfonds. Investmentmanager müssen nun ihre Strategien überdenken, da die bewährten Ansätze nicht zwangsläufig weiter funktionieren werden. Der demografische Wandel, die Digitalisierung und die wirtschaftliche Entwicklung erfordern eine neue Perspektive auf Immobilieninvestitionen. Das Jahr 2026 wird daher als „Year of Change“ bezeichnet, was bedeutet, dass es nicht nur um eine Rückkehr zu Wachstum geht, sondern auch um harte Entscheidungen und eine grundlegende Überprüfung der Strategien.
Der deutsche Immobilien-Investmentmarkt zeigt derzeit stagnierende Tendenzen. Das Transaktionsvolumen betrug 2025 rund 32,8 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 6 % im Vergleich zu 2024 entspricht, als es noch 34,9 Milliarden Euro betrug. Interessanterweise zeigen die Erwartungen für 2026 ein gemischtes Bild. Über die Hälfte der Marktakteure geht von einem steigenden Transaktionsvolumen aus, allerdings glauben viele, dass Abwertungen nicht ausreichend sind, um Käufer und Verkäufer zusammenzubringen, wie [EY] berichtet.
Beliebteste Investitionsarten und Markttrends
Wohnimmobilien gelten als die attraktivste Investitionsart, mit 84 % der Befragten, die dies bestätigen. Darauf folgen Logistikimmobilien (57 %) und Lebensmitteleinzelhandel (50 %), die beide stabile Preisentwicklungen aufweisen. Im Gegensatz dazu sind Büroimmobilien für nur 39 % der Marktakteure von Interesse, wobei 51 % der Befragten eine Seitwärtsbewegung in Prime-Lagen erwarten. 76 % rechnen sogar mit sinkenden Preisen für Büroimmobilien außerhalb von Prime-Lagen.
Neuere Nutzungsarten, die auf Interesse stoßen, sind Data Center (45 %) und Life Science (44 %). Die demografische Entwicklung wird von 94 % der Befragten als der wichtigste Megatrend im Immobilienbereich genannt. Diese Trends deuten darauf hin, dass sich die Investitionsstrategien der Marktakteure grundlegend ändern müssen, um im sich wandelnden Umfeld erfolgreich zu bleiben.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Immobilienmarkt vor großen Herausforderungen steht, die sowohl strategische Anpassungen als auch innovative Ansätze erfordern. Die großen Player im Markt sind gefordert, angesichts der stagnierenden Transaktionsvolumina und des verschärften Wettbewerbumfeldes neue Wege zu finden, um ihre Position zu behaupten und den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden.
Weitere Details hierzu finden Sie in den vollständigen Berichten von [haufe.de] und [econstor.eu].



