Die Investitionsbereitschaft kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) hat im Jahr 2024 einen eingehenden Blick erfahren. Laut einer aktuellen Studie der KfW Bankengruppe zeigt sich, dass ein Drittel der KMU nur einmal im Jahr investiert hat. Die KfW-Studie analysiert detailliert das Investitionsverhalten im Mittelstand, was auf verschiedene Trends und Muster hinweist.
Kleinstunternehmen mit weniger als fünf Beschäftigten haben im Durchschnitt 2,7 Projekte realisiert, wobei die durchschnittliche Investition pro Vorhaben bei etwa 23.500 Euro liegt. Unter diesen Unternehmen investierte rund ein Drittel in 1-2 Projekte, während 16 Prozent sich für drei Vorhaben und 17 Prozent für vier oder mehr entschieden haben.
Einblick in die Unternehmensgrößen
Bei Unternehmen mit 5-9 Beschäftigten liegt die durchschnittliche Anzahl an durchgeführten Vorhaben bei 2,9. Hier beträgt die durchschnittliche Investition pro Projekt 47.200 Euro. Im Detail investierten 34 Prozent in ein Projekt, 26 Prozent in zwei, 22 Prozent in drei und 20 Prozent in vier oder mehr Vorhaben. Unternehmen mit 10-49 Beschäftigten weisen eine signifikante Steigerung in der durchschnittlichen Investitionssumme auf, die bei 101.000 Euro pro Vorhaben liegt. Größere Betriebe mit 50 oder mehr Beschäftigten investieren sogar durchschnittlich 150.100 Euro pro Projekt.
Die KfW-Erhebung zeigt zudem, dass mit steigender Unternehmensgröße auch die Investitionshäufigkeit zunimmt. 52 Prozent der KMU haben höchstens zwei Investitionsvorhaben umgesetzt, während in der Gruppe der großen mittelständischen Unternehmen 43 Prozent mehr als fünf Projekte realisierten.
Methodik der KfW-Studie
Das KfW-Mittelstandspanel ist eine repräsentative Wiederholungsbefragung, die die KfW Bankengruppe in Auftrag gegeben hat. Die Datenerhebung erfolgt durch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK GmbH), unter wissenschaftlicher Beratung des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Die Teilnahme an der Befragung ist für die Unternehmen freiwillig und findet jährlich zwischen Mitte Februar und Ende Juni statt.
Die Befragung nutzt eine Mischung aus postalischen und online Erhebungen. Die Stichprobe bleibt dabei weitgehend konstant und wird alle zwei Jahre neu gezogen, um Ausfälle auszugleichen. Ziel des Panels ist es, die Lage der mittelständischen Unternehmen zu erfassen und Konzepte zur Förderung des Mittelstands zu entwickeln. es konzentriert sich auf verschiedene Aspekte wie Unternehmensfinanzierung, Investitionsverhalten, Innovationsaktivitäten und demografische Merkmale der Inhaber. Alle erhobenen Daten werden anonymisiert und aggregiert ausgewertet, sodass Datenschutz gewährleistet ist.
Die Ergebnisse des KfW-Mittelstandspanels sind jährlich abrufbar und bieten wertvolle Einblicke in die Investitionspsyche des deutschen Mittelstands. Für weitere Informationen stehen die detaillierten Berichte auf der Website der KfW zur Verfügung: KfW Mittelstandspanel.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die aktuelle KfW-Studie nicht nur aufzeigt, wie klein und mittelständische Unternehmen in Deutschland investieren, sondern auch, wie wichtig es ist, die Entwicklung dieser Unternehmen zu fördern, um die wirtschaftliche Stabilität der Branche zu sichern.
Für tiefergehende Erkenntnisse zu den Investitionsmustern bei kleinen und mittleren Unternehmen können Interessierte auch die Berichte unter Handwerk.com einsehen.



