In Kärnten wurden am 12. Februar 2026 vier Unternehmen mit dem prestigeträchtigen Titel „Familienfreundlichster Betrieb Kärntens 2025“ ausgezeichnet. Diese Ehrung wird von der Wirtschaftskammer Kärnten in Zusammenarbeit mit „Frau in der Wirtschaft Kärnten“ verliehen. Der Preis zielt darauf ab, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als einen wichtigen Wettbewerbs- und Standortfaktor herauszustellen. Die ausgezeichneten Betriebe demonstrieren, dass familienfreundliche Maßnahmen unabhängig von Branche und Unternehmensgröße machbar sind. Das zeigt sich in den vielfältigen Ansätzen, die die Unternehmen verfolgen.
In der Kategorie Kleinunternehmen ging die Auszeichnung an die Klagenfurter Werbeagentur wuapaa. Das Softwareunternehmen „S2 – Sm@rter Software Engineering & Consulting“ erhielt die Ehrung in der Kategorie Mittelunternehmen. Für die Kategorie Non-Profit-Organisation wurde autArK ausgezeichnet, während das Hilfswerk Kärnten ebenfalls Anerkennung für seine familienfreundlichen Maßnahmen fand. Diese Unternehmen bieten flexible Arbeitszeitmodelle, Zuschüsse zur Kinderbetreuung und Unterstützung beim Wiedereinstieg nach der Karenz an.
Die Bedeutung familienfreundlicher Maßnahmen
Die Mehrheit der Beschäftigten beurteilt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie als einen entscheidenden Faktor bei der Jobwahl. Die Relevanz familienfreundlicher Maßnahmen ist in den letzten Jahren gestiegen, nicht zuletzt aufgrund von Teilzeitquoten, Betreuungsengpässen und einem akuten Fachkräftemangel. Eltern fordern zunehmend Arbeitsplätze, die es ihnen ermöglichen, Familie und Beruf zu vereinen. Dies betrifft auch eine stärkere Einbindung der Väter in die Kindererziehung.
Familienfreundliche Maßnahmen am Arbeitsplatz sind Strategien, die Unternehmen implementieren, um den Beschäftigten die Vereinbarkeit zu erleichtern. Laut Wirtschaftswissen steigern solche Initiativen die Zufriedenheit und das Engagement der Mitarbeiter und machen diese Firmen zu attraktiven Arbeitgebern.
Vielfalt der Maßnahmen
Die Bandbreite der familienfreundlichen Maßnahmen ist groß. Zu den häufigsten Angeboten gehören:
- Flexibler Arbeitsort durch Homeoffice und Jobsharing
- Flexible Arbeitszeiten wie Gleitzeit
- Programme für den Wiedereinstieg nach der Elternzeit
- Beratung durch Personalabteilungen zu Mutterschutz und Teilzeitregelungen
- Betriebliche Kinderbetreuung oder Kooperationen mit Kitas
- Zuschüsse zu Kinderbetreuungskosten
- Angebote für Fortbildungen und Gesundheitsförderung
Ein langfristiger Fokus auf diese Themen bringt für Unternehmen zahlreiche Vorteile. So wird ein besseres Betriebsklima geschaffen, die Fluktuation der Mitarbeiter verringert, und die Produktivität gesteigert. Führungsrichtungen sollten daher diese Maßnahmen vorleben und aktiv in die Unternehmenskultur integrieren.
Unterstützung durch den Staat
Zusätzlich unterstützen staatliche Initiativen die Einführung von familienfreundlichen Strukturen in Unternehmen. Programme wie „audit berufundfamilie“ und das Netzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ helfen dabei, eine familienbewusste Personalpolitik zu fördern. Über 8.900 Arbeitgeber sind bereits in diesem Netzwerk organisiert und setzen innovative Arbeitszeitmodelle um, die es Arbeitnehmern erleichtern, beruflichen Anforderungen mit Familienpflichten in Einklang zu bringen.
Die Initiative, familienfreundliche Arbeitsbedingungen zu schaffen, kommt letztlich nicht nur den Beschäftigten, sondern auch den Unternehmen selbst zugute. Die Schaffung eines solchen Umfeldes ist entscheidend für den anhaltenden Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit am Arbeitsmarkt.
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