In der anstehenden Karnevalszeit prognostizieren Ökonomen einen Milliardenumsatz für die deutsche Wirtschaft. Laut einem Bericht von Deutschlandfunk werden bundesweit Einnahmen von etwa zwei Milliarden Euro erwartet. Diese positiven Zahlen werden trotz einer im Vergleich zum Vorjahr deutlich kürzeren Karnevalsaison prognostiziert, die 2026 aufgrund des frühen Osterfestes nur 100 Tage beträgt.

Köln spielt in diesem wirtschaftlichen Zusammenspiel eine zentrale Rolle. Die Stadt wird voraussichtlich rund 850 Millionen Euro Umsatz generieren, was mehr als 40 Prozent des bundesweiten Gesamtergebnisses ausmacht. Interessanterweise liegt dieser Betrag circa 100 Millionen Euro unter dem Umsatz des Vorjahres, wo die Karnevalssaison 115 Tage dauerte. Diese Daten stammen aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft, die auch von der Süddeutschen Zeitung zitiert werden.

Umsatzverteilung im Überblick

Die Umsatzverteilung während der Karnevalszeit zeigt, dass der größte Teil der Einnahmen in die Gastronomie fließen wird, mit voraussichtlichen 900 Millionen Euro. Weitere Umsatzanteile verteilen sich auf den Einzelhandel, den Transportsektor und Übernachtungen in Hotels.

  • Gastronomie: 900 Millionen Euro
  • Einzelhandel: 400 Millionen Euro (hauptsächlich für Kostüme und Karnevalsartikel)
  • Transport (Bus und Bahn): 290 Millionen Euro
  • Übernachtungen: 210 Millionen Euro
  • Tickets und Wagenbau: 162 Millionen Euro

Die Hotelpreise in Köln steigen während der Hauptkarnevalstage um fast 90 Euro im Vergleich zum Vorjahr, was einem Aufschlag von 66 Prozent entspricht. In anderen Städten wie Bremen und Rottweil sind die Preise ebenfalls um mehr als zehn Prozent gestiegen, während Düsseldorf und Mainz einen leichten Rückgang verzeichnen.

Regionale Unterschiede und Auswirkungen

Der Preisanstieg zeigt die unterschiedlichen Dynamiken zwischen den Städten. Während Düsseldorf und Mainz vor allem regionale Besucher anziehen, verzeichnet Köln ein starkes Interesse von Gästen aus ganz Deutschland und dem Ausland. Dies lässt sich auch an den überproportionalen Umsatzgewinnen ablesen, die die Stadt generiert.

Zusammenfassend zeigt die derzeitige Prognose, dass der Karneval in Deutschland auch in diesem Jahr eine bedeutende wirtschaftliche Rolle spielt, trotz der Herausforderungen durch die verkürzte Saison. Köln bleibt weiterhin die Umsatzhochburg und zeigt, wie eng die kulturellen Veranstaltungen mit der wirtschaftlichen Entwicklung verflochten sind.