Immer mehr Menschen verleihen ihr Auto an Partner, Kinder oder Freunde, oft ohne die notwendigen Überlegungen zur Kfz-Versicherung anzustellen. Die Eintragung der Fahrer in der Versicherungspolice spielt dabei eine entscheidende Rolle, wie Nord24 berichtet. Weniger eingetragene Fahrer führen in der Regel zu günstigeren Versicherungsbeiträgen; während zusätzliche Fahrer, besonders junge Fahrer unter 24 Jahren, häufig höhere Zusatzkosten verursachen. Der Versicherungspreis hängt damit direkt von der Anzahl der Fahrer sowie ihrer Erfahrung ab.
Die meisten Versicherer versichern neben dem Halter auch enge Angehörige wie Ehepartner und Kinder. Zudem können einzelne Freunde oder Bekannte eingetragen werden, was sich in der Regel auf die Prämien auswirkt. In bestimmten Situationen, wie einem Umzug oder einer längeren Fahrt, kann der Fahrerkreis kurzfristig erweitert werden. Oftmals reicht dafür ein Anruf bei der Versicherung, und einige Anbieter erlauben eine kostenlose Erweiterung für einige Wochen pro Jahr, während andere dafür eine Gebühr verlangen.
Regelungen zur Fahrererweiterung
Es gibt verschiedene Modelle zur Regelung des Fahrerkreises. So können Versicherer unterschiedliche Optionen anbieten, wie die Einzelnennung bestimmter Personen, eine Pauschalregel (z. B. „alle Fahrer über 25“), einen offenen Fahrerkreis ohne Einschränkung oder zeitlich begrenzte Fahrereinträge. Es ist wichtig, zu beachten, dass ein größerer Fahrerkreis tendenziell zu höheren Versicherungsbeiträgen führt. Zudem drohen dem Halter bei einem Unfall mit einem nicht eingetragenen Fahrer möglicherweise starke Konsequenzen, darunter Vertragsstrafen oder Nachzahlungen.
Wie Finanztip betont, sind kurzfristige Erweiterungen des Fahrerkreises besonders sinnvoll, wenn das Auto verliehen wird, Umzugshelfer fahren sollen oder Mitreisende während eines Urlaubs am Steuer sitzen. Der Vorteil einer derartigen kurzzeitigen Erweiterung liegt darin, dass sie oft günstiger ist als eine dauerhafte Eintragung zusätzlicher Fahrer und teilweise sogar kostenlos angeboten wird.
Versicherungsschutz und -kosten
Die Anforderungen zur Erweiterung unterscheiden sich bei den verschiedenen Versicherungsgesellschaften. Generell gilt, dass alle zusätzlichen Fahrer im Schadensfall ähnlich versichert sind wie der Hauptversicherungsnehmer, was das Risiko von Vertragsstrafen oder Beitragsnachforderungen im Schadensfall minimiert. Die Kosten für zusätzliche Fahrer variieren jedoch erheblich je nach Anbieter und Anzahl sowie Dauer der Erweiterung.
Im Kontext der Fahrzeugnutzung sind vor allem junge Fahrer von Bedeutung, da deren Einschluss oft zu einer Erhöhung der Versicherungskosten führt. Laut Verivox kann das Hinzufügen eines 18-jährigen beispielsweise den Jahresbeitrag um bis zu 54 Prozent erhöhen. Daher ist es ratsam, die Angebote verschiedener Versicherungen zu vergleichen und besonders auf die Altersgrenzen der Fahrer sowie die entsprechenden Rabatte zu achten.
Bei der Auswahl der passenden Kfz-Versicherung ist es entscheidend, Änderungen im Fahrerkreis umgehend der Versicherung mitzuteilen. Unterlassene Mitteilungen können zu Rabattkürzungen oder sogar Vertragsstrafen führen. Für Versicherte ist es daher ratsam, auch „sonstige Fahrer“ zu melden, die nicht im Fahrerkreis eingetragen sind, um unvorhergesehene Probleme zu vermeiden.