Die Investitionen in künstliche Intelligenz (KI) steigen kontinuierlich, jedoch bleibt der Return on Investment (ROI) oft hinter den Erwartungen zurück. Der Kyndryl Readiness Report 2025, veröffentlicht von Kyndryl, dem weltweit größten unabhängigen Anbieter von IT-Infrastrukturservices, zeigt eine bemerkenswerte 33%ige Steigerung der KI-Investitionen im Vergleich zum Vorjahr. Trotz dieser Zuwächse berichten 46% der befragten Unternehmen weltweit von keinem positiven ROI aus ihren KI-Investitionen. In Deutschland sind es sogar 62%, die den Nachweis eines positiven ROI als Herausforderung empfinden, während 90% der Befragten grundlegende Rollenveränderungen durch KI innerhalb eines Jahres erwarten.
Der Kyndryl Report, der auf einer Umfrage mit 3.700 Führungskräften aus Wirtschaft und IT basiert, enthüllt zudem, dass 62% der Unternehmen sich aktuell noch in der Experimentierphase mit KI befinden und somit den Übergang in den Regelbetrieb nicht geschafft haben. Ergänzend dazu stellt eine McKinsey-Studie fest, dass viele Unternehmen zwar GenAI-Technologien implementieren, diese jedoch keinen signifikanten EBIT-Effekt hervorrufen. Dies signalisiert, dass die Implementierung von KI-Technologien über Technologie hinausgeht und oft kulturelle und strukturelle Rahmenbedingungen erfordert.
Herausforderungen bei der Implementierung von KI
Die größte Herausforderung für Unternehmen bleibt das menschliche Verhalten und die Akzeptanz von KI-Technologien. Wie der Kyndryl Readiness Report zeigt, fehlen vielen Organisationen die notwendigen kulturellen und strategischen Voraussetzungen, um moderne KI-Tools effektiv zu nutzen. 71% der Unternehmen haben bislang keine agentenbasierte KI produktiv im Einsatz, was die Dringlichkeit unterstreicht, effektive Maßnahmen zur Überführung von KI-Programmen in den Regelbetrieb zu ergreifen. Die Kyndryl-Studie empfiehlt fünf wesentliche Schritte: Anwendungsfall-Portfolios priorisieren, LLMOps/MLOps härten, Agenten mit engen Einsatzvorgaben nutzen, die Infrastruktur ertüchtigen und Cloud-Governance sowie FinOps verbessern.
In Deutschland haben 66% der Firmen ihre Cloud-Strategie aufgrund geopolitischer Faktoren angepasst. Dies zeigt die Komplexität, die mit der Integration von KI-Technologien einhergeht und dass Unternehmen zunehmend unter Druck stehen, den ROI ihrer Investitionen nachzuweisen. Bei der Auswahl von KI-Anbietern spielen ROI-Kalkulationen eine entscheidende Rolle. Die Bedeutung des ROI für die Transformation zu KI-gestützten Modellen wird in zahlreichen Studien hervorgehoben; er hilft Führungskräften, den Beitrag von KI zu den Geschäftszielen zu verstehen und unterstützt Change Management-Initiativen.
Der Blick in die Zukunft
Die Kyndryl-Analyse gibt zudem einen Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungen im Bereich KI und verweist auf die Notwendigkeit, Sicherheit und Transparenz in KI-Projekten zu berücksichtigen. Unternehmen, die eine ganzheitliche Sicht auf KI und Inhalte haben, berichten von einem höheren ROI. Die IBM-Studie hebt hervor, dass sowohl harte als auch weiche ROI-KPIs entscheidend sind – von greifbaren Kostensenkungen bis hin zu langfristigen Vorteilen wie verbesserter Mitarbeitermoral und Kundenbindung.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass die hohen Investitionen in KI nicht zwangsläufig zu einem klaren ROI führen. Unternehmen müssen Prioritäten setzen und sicherstellen, dass sie die notwendigen Ressourcen und Strategien haben, um KI erfolgreich umzusetzen. Der Kyndryl-Report und andere Studien machen deutlich, dass der wahre Wert von KI nicht nur in der Technologie selbst liegt, sondern auch in der Fähigkeit der Unternehmen, diese effizient und nachhaltig zu integrieren.
Weitere Informationen finden Sie im Kyndryl Readiness Report und bei IBM.