Die aktuelle Finanzlage der Städte und Kommunen in Deutschland ist kritisch. Freiburger Oberbürgermeister Martin Horn warnt, dass es „fünf nach zwölf“ bei unseren Finanzen sei. In einem Brandbrief haben 13 Oberbürgermeister von Landeshauptstädten auf die prekäre Situation hingewiesen. Diese Verwaltungen sind zunehmend gefordert, neue Aufgaben zu übernehmen, jedoch geschieht dies ohne eine angemessene finanzielle Unterstützung durch Bund und Länder. „Die Kommunen sind am Limit“, betont Horn und fordert dringend Hilfe von den übergeordneten Ebenen der politischen Macht.

In Mannheim versammeln sich heute Kommunalvertreter, um sich mit Landesvertretern und Bundesinnenminister Dobrindt über die unhaltbare Situation auszutauschen. Horn hebt hervor, dass nicht nur alltägliche Aufgaben, sondern auch notwendige Investitionen in die Infrastruktur, wie Renovierungen von Schulen, Straßen, Kitas und besondere Projekte, gefährdet sind, wenn die Kommunalfinanzen nicht neu aufgestellt werden. Er verweist zudem auf positive Beispiele, wie die Übernahme von drei Milliarden Euro kommunalen Altschulden durch den Bund in Rheinland-Pfalz, warnt jedoch vor möglichen negativen Anreizen, die aus dieser Unterstützung resultieren könnten.

Neuer Schutz für die Kleinsten

Im Bereich der Sicherheit von Spielzeug wird in Europa ein wichtiger Schritt zur besseren Kindersicherheit unternommen. Die EU-Kommission hat im Jahr 2023 die Vorschriften zur Spielzeug-Sicherheit revidiert. Eine vorläufige politische Einigung zwischen dem Europäischen Parlament und dem Rat wurde erzielt, um schädliche Chemikalien wie PFAS und Bisphenole aus Spielzeugen zu verbannen. Stéphane Séjourné, Exekutiv-Vizepräsident, lobt diesen bedeutenden Fortschritt und betont, wie wichtig die Sicherheit von Spielzeug für die Gesundheit der Kinder ist.

Ein zentraler Bestandteil der neuen Verordnung wird der digitale Produktpass sein, der auf allen Spielzeugen angebracht werden muss. Anhand dieses Passes können unsichere Produkte schnell identifiziert werden. Importierte Spielzeuge müssen die gleichen Sicherheitsstandards erfüllen wie solche, die in der Europäischen Union hergestellt werden. Dies stellt sicher, dass Kinder vor gefährlichen Stoffen in Spielzeugen geschützt sind und erhöht somit den allgemeinen Spielzeugsicherheitsstandard.

Sichere Geschenkideen für Kinder

Angesichts der bevorstehenden Einkaufssaison für Geschenke ist die Sicherheit von Spielzeug für Eltern von größter Bedeutung. Der jährliche Bericht „Trouble in Toyland“ der U.S. Public Interest Research Group beleuchtet gefährliche Spielzeuge und gibt wichtige Informationen über Risiken wie Blei, kleine Teile und gefährliche Chemikalien. Es wird empfohlen, beim Kauf von Spielzeug darauf zu achten, dass keine toxischen Materialien verwendet werden, und die Warnhinweise sorgfältig zu lesen.

Einige sichere Geschenkideen, die für verschiedene Altersgruppen geeignet sind, umfassen:

  • Säuglinge: Hochstuhl, Roly Poly Chime Ball, „Lovey“ zum Kuscheln.
  • Kleinkinder: Einfache Puppen, kleine Tragetaschen, robuste Schiebewagen.
  • Vorschulkinder: Interaktive Spielzeuge wie Küchensets, Verkleidungskostüme, Tunnel und Rampen.
  • Alle Altersgruppen: Einfache Bilder- und Geschichtenbücher, die nicht mit TV- oder Filmcharakteren verbunden sind.

Zusätzlich sollte beim Kauf von Spielzeug darauf geachtet werden, dass es gut verarbeitet und sicher in der Anwendung ist. Eltern wird geraten, Spielzeuge mit kleinen Teilen oder gefährlichen Funktionen zu vermeiden sowie hochwertige, waschbare Materialien zu wählen, um sicherzustellen, dass ihre Kinder mit sicheren und unterhaltsamen Spielzeugen spielen.