Am 11. Februar 2026 tagte der Ausschuss für Verwaltung und Finanzen des Landkreises Tuttlingen und beschäftigte sich unter anderem mit der Vorentwurfsplanung für den Neubau der Werkstätten an der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule. Dabei wurde eine Empfehlung an den Kreistag ausgesprochen, die Vorentwurfsplanung sowie die Kostenschätzung in Höhe von 45,2 Millionen Euro zu billigen. Die Verwaltung wurde beauftragt, Kosteneinsparungen von mindestens 5% bis zur Entwurfsplanung zu erreichen. Ein zügiger Fortschritt in der Planung ist entscheidend, um den bevorstehenden Förderantrag termingerecht einreichen zu können.

Die Entscheidung über die Realisierung des Projekts ist jedoch stark abhängig von der finanziellen Gesamtsituation des Landkreises sowie einem tragfähigen Finanzierungskonzept. Neben den Planungen zum Neubau wurden auch andere Themen wie die Berichterstattung zur Museumssaison 2025 sowie der Sachstandsbericht zur Sanierung des Gesundheitszentrums in Spaichingen behandelt. Hier soll Bauteil A bis 2027 fertiggestellt werden. Die Ausschreibung für die zugehörige Wärmezentrale wird in Kürze veröffentlicht.

Neubauhorizonte in Plettenberg

Derweil laufen auch an anderer Stelle Überlegungen zu Krankenhausneubauten, speziell im Plettenberger Raum. Das Plettenberger Krankenhaus an der Bracht, das seit über 63 Jahren besteht, könnte möglicherweise einem Neubau weichen. André Hoppen, Geschäftsführer der Radprax Krankenhaus Plettenberg GmbH, bestätigte, dass das bestehende Krankenhaus nach einem Umzug abgerissen werden könnte. Für den Ausbau der Geriatrie wurde bereits am 30. November ein Förderantrag bei der Bezirksregierung Arnsberg eingereicht.

Hierbei wird eine Förderung in Höhe von vier Millionen Euro angestrebt, um eine Kernsanierung und Erweiterung des Gebäudekomplexes zu realisieren. Der zeitliche Rahmen für den Planungsstart könnte, bei frühzeitiger Bewilligung, im Frühjahr 2022 liegen, gefolgt von einem sechsmonatigen Umbau. Die Grobplanung sieht 31 Betten in der geriatrischen Abteilung vor, wobei die Genehmigung des Ausbaus noch von der Bewertung des Geriatrie-Bedarfs im Kreis abhängt.

Finanzielle Unterstützung in Nordrhein-Westfalen

Ein zentrales Element für solche Projekte ist die finanzielle Unterstützung vom Land Nordrhein-Westfalen. Aus einem Gesamtbudget von 2,5 Milliarden Euro zur Krankenhausförderung sollen die ersten Gelder bis 2027 bewilligt werden. Gesundheitsminister Laumann betonte die Wichtigkeit dieser Unterstützung und kündigte an, dass in diesem Jahr bereits 90 Millionen Euro ausgezahlt werden. Weitere Förderungen werden sich nach dem Baufortschritt der jeweiligen Projekte richten.

  • St. Elisabeth-Hospital Beckum: 8,7 Millionen Euro für geriatrische Pflegezimmer
  • St. Marien-Hospital Lüdinghausen: 11,5 Millionen Euro für internistisch-geriatrische Abteilung
  • Städtisches Klinikum Solingen: 85 Millionen Euro für Neubau eines Bettenhauses
  • Johanniter-Krankenhaus Bonn: 10 Millionen Euro für gynäkologische und geburtshilfliche Versorgung

Die Vergabe der Fördermittel erfolgt über das Investitionsprogramm Krankenhaus-Einzelförderung der Landesregierung. Diese finanziellen Zuschüsse sind entscheidend, um die angestrebten Projekte im Gesundheitssektor bundesweit realisieren zu können.