Am 8. März 2026 findet in Baden-Württemberg die Landtagswahl statt. Bereits jetzt zeichnet sich ein harter Wettbewerb zwischen den 21 zugelassenen Parteien ab. Die Verbraucherzentrale hat im Vorfeld verbraucherpolitische Forderungen an die Parteien gesendet, basierend auf deren realistischen Chancen für den Einzug in den Landtag. Die Rückmeldungen der Parteien werden wortwörtlich wiedergegeben und zeigen den Handlungsbedarf, der von der künftig gewählten Landesregierung angegangen werden muss. Dies betrifft vor allem Themen, die unmittelbar auf Landesebene umgesetzt werden können und nicht auf Bundes- oder europäischer Ebene liegen. Der Forderungskatalog wird insbesondere aus dem aktuellen Fraktionsgrößen-Verhältnis der Parteien abgeleitet, was zeigt, wie wichtig Verbraucherpolitik im Wahlkampf ist. Die Analyse der Wahlprogramme wird in einer kurzen Bewertung zusammengefasst, die die Rolle der Verbraucherpolitik beleuchtet, wie die Verbraucherzentrale berichtet.
Im Kontext der bevorstehenden Wahl sind die zentralen Themen für die Wähler vor allem Steuern, Bürokratie, Energiepreise und Förderprogramme. Dies sind alles Punkte, die von den verschiedenen Parteien unterschiedlich adressiert werden. Laut dem Blog auf Für Gründer stehen besonders die CDU, die Grünen und die AfD im Fokus – jede mit eigenen Schwerpunkten in ihren Wahlprogrammen, die auf die gegenwärtige wirtschaftliche Lage eingehen.
Wirtschaft im Fokus
Die Wirtschaft spielt in diesem Wahlkampf eine entscheidende Rolle, nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Krisen in der Automobilindustrie. Der Geschäftsführer der HODAPP GmbH, Peter Hodapp, warnt, dass der Wohlstand in Baden-Württemberg gefährdet sei, da große Automobilhersteller wie Mercedes und Porsche einen Rückgang bei Bestellungen melden. Dies hat bereits zu Arbeitsplatzverlusten in der Region geführt. Die IG Metall berichtet von einer spürbaren Verunsicherung unter den Beschäftigten und auf vielen Industriebetrieben werden Sparprogramme und Stellenabbau Realität.
Baden-Württemberg, das lange als wirtschaftlicher Musterschüler galt und von der Globalisierung profitierte, sieht sich nun einer Reihe hausgemachter Probleme gegenüber. Hohe Steuern, Sozialabgaben und Energiepreise sowie ein zunehmender Fachkräftemangel zählen dazu. Die Parteien haben unterschiedliche Ansätze, um die Herausforderungen zu bewältigen. Die CDU setzt auf Bürokratieabbau und digitale Hochschulen, während die Grünen auf Elektromobilität und regionale Wirtschaftsförderung setzen. Auch die AfD und die FDP bringen Vorschläge ein, die sowohl die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit als auch die notwendige Digitalisierung umfassen.
Programmatische Unterschiede der Parteien
Die Wahlprogramme der Parteien zeigen klare Unterschiede in der Herangehensweise:
| Partei | Schwerpunkte |
|---|---|
| CDU | Entlastung, Bürokratieabbau, digitale Verfahren |
| Grüne | Klimaschutz, Bürokratieabbau, nachhaltige Energieförderung |
| AfD | Wirtschaftsliberale Position, Senkung der Energiepreise |
| SPD | Aktive Industriepolitik, Unterstützung für Gründer |
| Die Linke | Soziale Verantwortung, höhere Unternehmenssteuern |
| FDP | Bürokratieabbau für KMU, steuerliche Entlastungen |
Mit diesen klaren programmatischen Differenzen stellen sich die Parteien auf, um die Wähler von ihren Lösungen zu überzeugen. Die bevorstehende Wahl dürfte auch über die künftige Wirtschafts- und Verbraucherpolitik der nächsten Jahre in Baden-Württemberg entscheiden.