Am Donnerstag, den 12. Februar 2026, lädt der FDP-Kreisverband Neckar-Odenwald zu einer bedeutenden Veranstaltung unter dem Motto „Wirtschaft first, Ideologie last“ ein. Der Event findet um 19 Uhr im Restaurant „Lamm“ in Mosbach statt. Zu den Diskutierenden zählen Jan-Christoph Oetjen, Europaabgeordneter und ehemaliger Vizepräsident des Europäischen Parlaments, sowie Christian Ritter, Landtagskandidat und Unternehmer aus der Region. Moderiert wird das Gespräch von Maximilian Sigmund, dem Kreisvorsitzenden der FDP Neckar-Odenwald. Ziel der Veranstaltung ist ein offener Dialog über die Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftspolitik, insbesondere auf den Mittelstand und die Autoindustrie in Baden-Württemberg, und die Stärkung des Wirtschaftsstandortes.
Jan-Christoph Oetjen wird einen Vortrag über europäische Politik halten und lädt die Bürger dazu ein, Fragen zu stellen und ihre eigenen Erfahrungen in die Diskussion einzubringen. Das Event findet in einem Kontext statt, in dem die Automobilwirtschaft eine zentrale Rolle für die europäische Wirtschaft spielt. Sowohl große Hersteller als auch viele kleine und mittlere Zulieferer sind stark betroffen von den Herausforderungen, vor denen diese Branche steht. Milliardeninvestitionen in die Transformation zur Elektromobilität kämpfen unterdessen mit einem langsamen Fortschritt und drohenden Handelskonflikten. Dies wird von der Landesregierung von Baden-Württemberg betont.
Aktuelle Herausforderungen der Automobilindustrie
Die deutsche Autoindustrie sieht sich gegenwärtig mit einer Krise konfrontiert, die nicht nur Deutschland, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten europäischen Wirtschaft und die Klimaziele betrifft. Tagesschau berichtet über steigenden Druck auf die EU, klare Klimaschutzziele für die Branche zu formulieren. Die Prognose des Verbands der Automobilindustrie (VDA) für 2024 wurde nach unten korrigiert, da sich der Markt für Elektro-Pkw unterdurchschnittlich entwickelt. Ab 2025 werden die Flottenziele für CO2-Ausstoß stark verschärft. Es wird gefordert, dass nur noch CO2-neutrale Fahrzeuge ab 2035 neu verkauft werden dürfen.
Vor diesem Hintergrund fordert die deutsche Bundesregierung eine Anpassung der CO2-Flottengrenzwerte an die wirtschaftliche Realität und die Rahmenbedingungen für Elektromobilität. Wirtschaftsminister Robert Habeck spricht sich für eine frühere Überprüfung der Grenzwerte aus, ohne diese jedoch zu lockern. In der Debatte über mögliche Alternativen spielen E-Fuels eine Rolle, wobei Befürworter argumentieren, dass sie eine CO2-neutrale Lösung darstellen. Das Verbot von Verbrennerfahrzeugen wird von einigen politischen Akteuren, insbesondere von der CDU, FDP und AfD, infrage gestellt.
Um die Herausforderungen der Automobilbranche effizient zu bewältigen, ist ein Strategiedialog zwischen Politik und Wirtschaft notwendig. Ein solcher Dialog ist im Rahmen des Projekts „Strategiedialog Automobilwirtschaft BW“ im Gange. Die Landesregierung hat sich das Ziel gesetzt, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen, um den Hochlauf der Elektromobilität zu beschleunigen und ein verlässliches Ladesäulennetz mit attraktiven Preisen anzubieten. Die Gespräche mit EU-Kommissaren und wichtigen politischen Akteuren blieben weiterhin eine Priorität für die Landesregierung.
Mit dieser Veranstaltung am 12. Februar, die sich mit der Zukunft der Wirtschaftspolitik befasst, möchten die FDP und die Referenten einen Beitrag dazu leisten, wichtige Probleme aufzugreifen und mit den Bürgerinnen und Bürgern über deren Meinungen und Vorschläge zu diskutieren. In einem sich schnell verändernden wirtschaftlichen Umfeld ist der Austausch über die Herausforderungen und Chancen der Automobilindustrie von hoher Relevanz.