Am 21. Januar 2026 betonte die Ministerin in einer Podiumsdiskussion in Davos die dringende Notwendigkeit, auf die Herausforderungen des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels zu reagieren. Diese Herausforderungen sind nicht nur in Deutschland spürbar, sondern betreffen auch zahlreiche andere Länder weltweit. Laut einem Bericht von Apotheke Adhoc seien entschlossene Maßnahmen erforderlich, um den geopolitischen Entwicklungen Rechnung zu tragen und ein resilienteres Gesundheitssystem zu schaffen.

Deutschland hat bereits erste Reformen zur Primär- und Notfallversorgung eingeleitet, um sich besser auf Krisenszenarien vorzubereiten. Die Ministerin sieht Investitionen in das Gesundheitswesen als essenziell für gesellschaftliche Stabilität und wirtschaftlichen Erfolg an. In diesem Kontext fand zudem ein Treffen mit dem WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus statt, in dem entscheidende Themen erörtert wurden, wie etwa Maßnahmen gegen Antibiotikaresistenzen und die Stärkung der Global Competitiveness des deutschen Pharma- und Medizintechnikstandorts.

Globale Perspektiven und Führungskräfteoptimismus

In einer umfassenden Umfrage zur Zukunft des Gesundheitswesens berichten Führungskräfte weltweit optimistisch über die Entwicklung in ihren Ländern. Eine Untersuchung von Deloitte zeigt, dass über 80% der Befragten aus Australien, Kanada, Deutschland, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich eine positive oder vorsichtig positive Entwicklung für die kommenden Jahre erwarten. Dies spiegelt sich auch im deutschen Gesundheitssektor wider, wo die Ministerin mit globalen Pharma- und Medizintechnikunternehmen über Investitionen in die heimische Forschungslandschaft diskutierte.

Die Deloitte-Umfrage ergab auch, dass 70% der Führungskräfte steigende Umsätze und Margen erwarten, und über die Hälfte prognostiziert stabile oder leicht sinkende Kosten. Mit Blick auf die Herausforderungen für 2026 benennen die Befragten mehrere Top-Prioritäten: die Sicherstellung finanzieller Stabilität, neue Versorgungsmodelle sowie die Bewältigung des Fachkräftemangels und der Produktivitätssteigerung.

Technologische Innovation als Schlüssel

Ein zentraler Punkt in der Diskussion war die Rolle von KI und Automatisierung zur Optimierung von Prozessen im Gesundheitswesen. Während 90% der Führungskräfte Produktivitätssteigerungen als oberste Priorität ansehen, erwartet die WHO einen globalen Mangel von 4,5 Millionen Pflegekräften bis 2030. Diese Entwicklung zwingt die Branche dazu, neue Wege der Versorgung zu entwickeln und gleichzeitig in Cyber Security zu investieren.

Die Bundesregierung wird die Themen rund um Innovationen im Gesundheitswesen im Rahmen des Pharma- und Medizintechnikdialogs weiter evaluieren. Dabei sollen insbesondere innovationsfördernde Anreize in der europäischen Pharma-Gesetzgebung sowie schnellere Zulassungsverfahren diskutiert werden. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um Deutschland als führenden Standort in der Welt der Gesundheitsversorgung zu positionieren.