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Am 8. März 2026 gab es eine wichtige Einigung im Patentstreit der mRNA-Technologie, die sowohl die Impfstoffentwickler als auch das gesamte Biotech-Segment betrifft. Anfang März 2026 einigten sich Genevant Sciences, Arbutus Biopharma und Moderna auf einen weltweiten Vergleich in Höhe von bis zu 2,25 Milliarden US-Dollar. Der Vergleich bezieht sich auf die angeblich unerlaubte Verwendung von Lipid-Nanopartikeltechnologie (LNP) in den COVID-19-Impfstoffen von Moderna. Diese Vereinbarung bringt nicht nur finanzielle Aspekte mit sich, sondern beendet auch alle damit verbundenen Rechtsstreitigkeiten.

Von den 2,25 Milliarden US-Dollar sind 950 Millionen US-Dollar bereits im Voraus fällig, während der Rest von den Ergebnissen eines Berufungsverfahrens nach Section 1498 abhängt. Moderna erlangt im Gegenzug eine weltweite, nicht-exklusive Lizenz für Anwendungen im Bereich Infektionskrankheiten und hat die Erlaubnis, die Kerntechnologie ihrer mRNA-Impfstoffe ohne zukünftige Lizenzgebühren zu nutzen. Dies könnte die Rechtsunsicherheit im Zusammenhang mit der Zulassung von Grippe- und Kombinationsimpfstoffen verringern.

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Auswirkungen der Einigung auf die Branche

Trotz dieser positiven Entwicklungen bleibt das größte kurzfristige Risiko für Moderna die Umsatzkonzentration bei saisonalen Atemwegsprodukten. Besonders relevant ist die Ablehnung des Zulassungsantrags für den mRNA-Grippeimpfstoff von Moderna, die sich erheblich auf den kurzfristigen Fahrplan auswirkt. Vor diesem Hintergrund prognostiziert Moderna, bis 2028 einen Umsatz von 3,5 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 498,6 Millionen Dollar, was ein jährliches Umsatzwachstum von 4,6 % und einen Gewinnanstieg von etwa 3,4 Milliarden Dollar erfordert.

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Analysten hatten ursprünglich optimistischere Umsatzprognosen von etwa 8,9 Milliarden USD bis 2028. Die Einigung bezüglich der intellektuellen Eigentumsrechte könnte sowohl die tatsächliche Entwicklung von Moderna als auch die allgemeine Marktstellung des Unternehmens beeinflussen. Der aktuelle faire Wert von Moderna wird auf 38,80 USD geschätzt, was einem Abschlag von 26 % gegenüber dem aktuellen Kurs entspricht.

Technologie hinter mRNA-Impfstoffen

Um die Bedeutung solcher Vereinbarungen besser zu verstehen, ist es wichtig, die Funktionsweise von mRNA-Impfstoffen zu betrachten. Diese Impfstoffe bieten ein universelles Mittel gegen proteinbasierte Pathogene. mRNA ist das Produkt des ersten Zwischenschritts der Proteinbiosynthese, bei dem Gene in der DNA abgelesen werden. Die im Impfstoff enthaltene mRNA wird in den Zellen in Proteine übersetzt, die immunologisch relevante Antigene von Pathogenen erzeugen. Durch Eingabe der mRNA in antigenpräsentierende Immunzellen kann eine gezielte Immunantwort induziert werden, was die Effizienz der Impfstoffe erhöht.

Die mRNA-Technologie hat sich in der Schnellentwicklung von Impfstoffen während der COVID-19-Pandemie als äußerst wertvoll erwiesen und könnte in Zukunft auch für andere Impfstoffe von Bedeutung sein. Ihr Erfolg hat das Interesse an dieser Technologie geweckt und die Entwicklungen in der mRNA-Forschung weiter vorangetrieben.

In der Zwischenzeit gibt es weiterhin Herausforderungen innerhalb der Branche, wie der Patentstreit zwischen CureVac und BioNTech zeigt. Biotech-Unternehmen CureVac erlitt kürzlich einen Rückschlag im Patentstreit, als das Bundespatentgericht in Deutschland ein von CureVac beanspruchtes Grundlagenpatent für ungültig erklärte. Diese Entscheidung könnte erhebliche Auswirkungen auf CureVac haben, das bereits in der Vergangenheit Schwierigkeiten hatte, ein wirksames COVID-Impfprodukt zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.

Moderna klagt ebenfalls gegen BioNTech und fordert die Nichtigkeit eines europäischen Patents von CureVac. Diese umfangreichen Patentstreitigkeiten verdeutlichen die intensiven Wettbewerbe in der Biotechnologie- und Pharmabranche, während sich Unternehmen weiterhin bemühen, die Vorteile der mRNA-Technologie zu realisieren und ihre Marktposition zu festigen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Einigung zwischen Moderna, Genevant Sciences und Arbutus Biopharma sowohl Risiken als auch Chancen für die mRNA-Technologie und die damit verbundenen Unternehmen birgt. Die Branche bleibt dynamisch und geprägt von bedeutenden rechtlichen und technologischen Entwicklungen.

Für weitere Informationen zu mRNA-Impfstoffen und deren Mechanismen, besuchen Sie PTA Heute. Aktuelle wirtschaftliche Hintergründe zu Patentstreitigkeiten finden Sie auch auf Tagesschau.