Gestern, am 1. März 2026, fand eine Besichtigung des Erweiterungsbaus am Gymnasium Neutraubling statt, an der Landrätin Tanja Schweiger, ihr Stellvertreter Maximilian Sedlmaier sowie Mitglieder des Kreistags teilnahmen. Der Bau steht kurz vor seiner Fertigstellung, die im Frühjahr 2026 erwartet wird und mit einer Gesamtbausumme von 20,8 Millionen Euro veranschlagt ist. Die Finanzierung erfolgt größtenteils durch den Landkreis Regensburg, der 16 Millionen Euro trägt, während der Rest über Zuschüsse des Freistaats Bayern gedeckt wird, wie landkreis-regensburg.de berichtet.

Der Baubeginn des Erweiterungsbaus war im Juli 2024 und der aktuelle Stand sieht kleinere Restarbeiten sowie Feinmontagen und die Inbetriebnahme technischer Anlagen vor. Vor der eigentlichen Inbetriebnahme müssen Lufthygienemessungen nach der Baufeinreinigung durchgeführt werden.

Neuer Raum für steigende Schülerzahlen

Der Erweiterungsbau ist eine notwendige Maßnahme aufgrund des Rückkehrs zum neunjährigen Gymnasium (G9) und der damit einhergehenden steigenden Schülerzahlen. Nach der Fertigstellung wird das Gymnasium Neutraubling eine Kapazität von 6,5 Zügen und Platz für fast 1.500 Schülerinnen und Schüler bieten. Aktuell sind dort bereits 1.481 Schüler eingeschrieben, und es wird prognostiziert, dass die Kapazitätsgrenze voraussichtlich im laufenden Schuljahr erreicht wird.

Um der erhöhten Nachfrage gerecht zu werden, wurde im Dezember 2025 ein Kreistagsbeschluss zur Errichtung eines weiteren Gymnasiums in Obertraubling gefasst. Der Antrag für den Neubau wurde im Januar 2026 eingereicht.

Investitionen in die Digitalisierung

Zusätzlich zu den baulichen Maßnahmen investiert der Landkreis auch stark in die Digitalisierung der Schulen. Seit 2018 wurden rund 5,6 Millionen Euro in die IT-Infrastruktur gesteckt, wobei der Landkreis 1,6 Millionen Euro davon selbst finanziert hat. Fördermittel, einschließlich 2,1 Millionen Euro aus dem Digitalpakt 2019–2024, belaufen sich auf rund 4 Millionen Euro. Zu den Maßnahmen gehören der Ausbau der digitalen Infrastrukturen, einschließlich Glasfaseranbindungen, WLAN, digitale Tafeln und mobile Endgeräte.

In Bezug auf die Schülerbeförderung im Landkreis Regensburg wurden zum 1. Oktober 2025 über 8.700 Fahrkarten ausgestellt, von denen 841 für das Gymnasium Neutraubling gültig sind. Die Haushaltsmittel für die Schülerbeförderung im Jahr 2026 betragen knapp 4,9 Millionen Euro.

Vergabeverfahren und Transparenz

Der Erweiterungsbau folgt den gesetzlichen Vorgaben zum Vergaberecht, wie sie im § 134 GWB festgelegt sind. Öffentliche Auftraggeber sind verpflichtet, Bieter, deren Angebote nicht berücksichtigt werden, zu informieren. Diese Informationspflicht umfasst auch den Namen des ausgewählten Unternehmens und die Gründe für die Nichtberücksichtigung. Darüber hinaus regelt § 160 GWB die Antragsberechtigung für Unternehmen, die eine Verletzung ihrer Rechte geltend machen möchten, und die Fristen, die hierbei eingehalten werden müssen, wie auf ausschreibungen-deutschland.de angemerkt wird.

Die Fortschritte der öffentlichen Auftragsvergabe werden zudem in der Vergabestatistik erfasst, wobei die Ergebnisse quartalsweise veröffentlicht werden. Dies trägt zur Transparenz bei und lässt Rückschlüsse auf die Durchführung öffentlicher Aufträge zu, wie auch destatis.de berichtet.