Neumünster hat den Haushaltsplan für das Jahr 2026 mit leichten Auflagen genehmigt bekommen. Aufgrund von Sparvorgaben müssen jedoch bedeutende Investitionen, insbesondere in Schulprojekte, gestrichen oder verschoben werden. Insgesamt sind 53 Projekte von den Kürzungen betroffen, was sich massiv auf die Bildungsinfrastruktur der Stadt auswirkt. Dabei hofft die Stadt auf 68 Millionen Euro aus einem speziellen Sondervermögen des Bundes, die über die nächsten zwölf Jahre fließen sollen, um diese Kürzungen zum Teil auszugleichen. Wie shz.de berichtet, wurde der Etat trotz höherer Steuereinnahmen und Sparbemühungen mit einem Fehlbetrag von 60 Millionen Euro verabschiedet.

Die geplanten Investitionen in Höhe von fast 41 Millionen Euro für Schulprojekte müssen auf 37 Millionen Euro reduziert werden. Ein konkreter Überblick über die Streichlisten zeigt, dass unter anderem 176.500 Euro für die Ausstattung eines Erweiterungsbaus an der Wilhelm-Tanck-Schule, fast vier Millionen Euro für die Erweiterung der Hans-Böckler-Schule sowie 408.000 Euro für einen Anbau an der Elly-Heuss-Knapp-Schule gestrichen wurden. Zudem sind auch Mittel für verschiedene soziale Projekte, wie etwa Integration und Mensen, betroffen. Stadtrat Michael Knapp schätzt, dass die Stadt von den Bundesmitteln bereits 5,7 Millionen Euro in diesem Jahr erwarten kann.

Eingeschränkte Infrastruktur und Mobilität

Zusätzlich zu den Bildungskürzungen wird die Mobilität in der Stadt durch eine bevorstehende Verkehrssperrung beeinträchtigt. Ab dem 18. Februar wird der Kuhberg für den Autoverkehr gesperrt. Diese Maßnahme betrifft einen 200 Meter langen Abschnitt zwischen der Kieler Straße und der Holsten-Galerie und wird voraussichtlich bis Ende Mai andauern. Umleitungen führen entweder rund um die Stadt oder durch die Friedrich- und Bahnhofstraße. Die Verkehrsbeschränkungen werden in Verbindung mit den aktuellen Sparmaßnahmen weitererorts für Unmut sorgen.

In einem weiteren Kontext fordert der ADAC eine Reform der Notfallversorgung in Schleswig-Holstein. Der Rettungshubschrauber Christoph 67, der seit 2025 etwa dreimal täglich im Einsatz ist, hat bereits eine steigende Tendenz. Der ADAC plädiert für eine digitale Vernetzung der Leitstellen sowie für einheitliche Qualitätsstandards, um die Effizienz der Notfallversorgung zu erhöhen.

Unterstützung für Schulprojekte durch Bundesmittel

Der Bund hat 100 Milliarden Euro aus einem Sondervermögen für Infrastrukturinvestitionen bereitgestellt, von denen Schleswig-Holstein profitieren könnte. Eine Vereinbarung zwischen dem Land und kommunalen Landesverbänden sieht vor, dass 62,5% dieser Mittel für die Kommunen und 37,5% für das Land vorgesehen sind. Das Land übernimmt bis zu 85% der Investitionskosten für den Ausbau der Ganztagsbetreuung an Schulen. Künftig wird zudem das Land 75% der Betriebskosten für diesen Ganztagsausbau übernehmen.

Die Einigung über die Verteilung dieser Mittel soll Planungssicherheit für die Kommunen gewährleisten, um den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab dem 1. August 2026 zu erfüllen. Ministerpräsident und Finanzministerin betonen die Bedeutung dieser Vereinbarung sowohl für Bildung als auch für die Infrastruktur. Die Neumünsteraner Bevölkerung bleibt gespannt, welche konkreten Informationen zu den Schulprojekten Ende März bereitgestellt werden, und hofft auf positive Entwicklungen für die Bildungslandschaft ihrer Stadt.

In der Zwischenzeit bietet der Verein Alte Obstwiese einen Obstbaumschnittkursus an, der am 21. Februar stattfinden wird. Die Teilnahme daran kostet zehn Euro. Darüber hinaus hat die Niederdeutsche Bühne Neumünster das Stück „Jan un Lene“ uraufgeführt, basierend auf einem Hörspiel von Johann D. Bellmann. Die Aufführungen finden am 16., 17., 18., 20., 21. und 22. Februar statt, wobei die Eintrittspreise bei 15 und 16 Euro liegen.