Am 12. März 2026 erwartet die internationale Finanzwelt einen verlustreichen Handelstag. Sorgen über eine Eskalation im Iran-Krieg und die anhaltend steigenden Ölpreise belasten insbesondere die asiatischen Märkte erheblich. Vorbörsliche Indikationen deuten auch für die europäischen Märkte auf Verluste hin, der SMI wird vorbörslich mit einem Minus von 0,53% auf 12’890,00 Punkte gehandelt. Der Dow Jones schloss am Mittwoch mit einem Rückgang von 0,61% auf 47’417 Punkte, während der Nasdaq Comp leicht um 0,08% auf 22’716 Punkte zulegte. Der Nikkei 225 verzeichnete am Donnerstag einen Rückgang von 1,04% auf 54’453 Punkte.

Ölpreise und Inflation

Die Ölpreise haben sich seit Beginn des Iran-Konflikts erheblich erhöht. So stiegen die Rohölpreise auf knapp 120 Dollar, was einer Steigerung von rund 50% seit Kriegsbeginn entspricht und zu einem Anstieg der Benzinpreise um 20 bis 30 Cent in nur einer Woche führte. Auch Dieselpreise übersteigen mittlerweile zwei Euro. Diese Entwicklungen erinnern an die Preisschocks von 2022 und haben bereits negative Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum in Europa, insbesondere in Deutschland, zur Folge. Ökonomen warnen vor einem möglichen Inflationsschub, da höhere Energiepreise rasch auf die Teuerungsrate wirken.

Die Dauer des Konflikts ist entscheidend für die künftige Preisentwicklung. Mit einem langfristigen Ölpreis über 80 Dollar könnten nachhaltige Inflationswirkungen entstehen. Schätzungen zufolge könnte die Inflationsrate in der Eurozone in den nächsten sechs bis neun Monaten auf über 3% oder sogar 4% steigen. Diese Bedenken führen dazu, dass die EZB früher handeln könnte, um einen drastischen Anstieg der Inflationserwartungen zu vermeiden. Finanzmärkte preisen bereits zwei Leitzinserhöhungen bis zum Jahresende ein.

Unternehmensnachrichten und Marktreaktionen

Während sich die Märkte stabilisieren müssen, gibt es auch Unternehmensnachrichten, die im Fokus stehen. Geberit meldete ein EBITDA von 931 Millionen Franken für 2025, was dem Konsens von 928,7 Millionen Franken entspricht. Auch das Reinergebnis, das bei 598 Millionen Franken erwartet wird, liegt etwas unter dem Konsens von 604,6 Millionen Franken. Swiss Life hingegen wird ein Prämienvolumen von 20’871 Millionen Franken gemeldet, was über den Erwartungen liegt, und auch Accelleron hat mit einem Umsatz von 1263,1 Millionen USD die Markterwartungen übertroffen.

Holcim plant den Kauf des Geschäftsbereichs Baustoffe und Lösungen von Cemex, was zusätzliche Einnahmen von rund 360 Millionen US-Dollar bringen könnte. Der Flughafen Zürich konnte im Februar eine Passagierzahl von 2,20 Millionen verzeichnen, was einem Anstieg von 7,9% im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Marktprognosen und Wirtschaftsdaten

Die Unsicherheiten in den Rohstoffmärkten und die besorgniserregenden Entwicklungen im Iran führen zu einer Nervosität an den Börsen. Trotz dieser Herausforderungen zeigen sich die Börsen bisher relativ ruhig, doch die politischen Reaktionen auf die hohen Ölpreise sind gefordert. Ein Strategieplan der Bundesregierung, um gegen Preisschocks vorzugehen, wird diskutiert.

Am Montag stehen wichtige Wirtschaftstermine an, darunter die Logiernächte im Februar und Daten zur US-Handelsbilanz. Abgesehen davon werden die Märkte weiterhin aufmerksam auf die Entwicklungen im Iran und die damit verbundenen Energiepreise reagieren, während die Berechnungen für die Inflation und die Zinspolitik der EZB in den kommenden Monaten in den Fokus rücken werden.